Music-News - Kürzlich verstorbene Musiker


16. März 2019
 

 

Dick Dale - * 4.5.1937 - US-Gitarrist und Songschreiber, geboren als Richard Anthony Monsour in Boston/Massachusetts. Schon als Teenager zog er mit seinen Eltern nach Kalifornien. Hier entwickelte er einen sehr eigenen Gitarrenstil, der später von den >Beach Boys< oder den >Chantays< kopiert wurde. Dick galt als der 'King Of The Surf Guitar'. Seine erste und größte Hitnotierung war "Let's Go Trippin'" (11/61 US 60) - die Platte war drei Monate vor dem ersten Hit der Beach Boys in den US-Charts. Eine seiner bekanntesten Nummern ist "Misirlou". Die Vorlage zu diesem Stück lieferte ein Superhit aus Griechenland, der dort in den 40er Jahren erfolgreich war. Der Vater von Dick war Libanese - der Sohn hat etliche Melodien rund um das Mittelmeer und den Vorderen Orient in seinen Titeln verbraten. 1965, nachdem Dick gesehen hatte, dass alle anderen mit der Surfmusik erfolgreich waren, nur er nicht, verließ er das Musikgeschäft. 1970 ließ er seine Gruppe >Del-Tones< wieder auferstehen, nachdem ihm in etlichen Operationen Krebsgeschwüre entfernt worden waren. Die Ärzte hatten ihn bereits aufgegeben und ihm nur noch wenige Monate Leben prognostiziert. In den 70er und 80er Jahren trat er mit wechselnden Musikern auf. 1987 sah man ihn neben Frankie Avalone und Annette Funicello im Film "Back To The Beach" - er und Stevie Ray Vaughan spielten zusammen die Nummer "Pipeline", die sogar eine Nominierung als 'Best Rock Instrumental' bei der Grammy-Verleihung erhielt. 1993 ging er auf die erste Tournee durch die gesamten USA - bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich seine Auftritte vorwiegend in Kalifornien abgespielt. 1994 wurden auch die Kids wieder auf Dick Dale aufmerksam: der Titel "Misirlou" war am Anfang des Erfolgfilms 'Pulp Fiction' zu hören.

Dick starb am 16.3.2019.

 



05. März 2019

Jacques Loussier * 26.10.1934 - Französischer Pianist und Arrangeur, geboren in Angers. Er kam aus der Klassik, als er Ende der 50er Jahre mit jazzigen Bearbeitungen klassischer Themen erfolgreich wurde. Besonders Johann Sebastian Bach hatte es ihm angetan. Zusammen mit Pierre Michelot und Christian Garros gründete er das >Jaques Loussier Trio<. Seine Alben "Play Bach No.1,2,3" (7/62 D 5) und "Play Bach No. 4" (3/64 D 5) fanden besonders viele Käufer in Deutschland. Er starb am 5.3.2019.



04. März 2019
 
Keith Flint - * 17.9.1969 - GB-Sänger und Frontmann der Gruppe >Prodigy<, geboren in Braintree/Essex. Er begann seine Karriere Ende der 80er Jahre als Background-Tänzer in der Gruppe >Cut To Kill<. Aus dieser Gruppe wurde 1990 Prodigy, die sich zu einer Hardcore-Techno-Punk-Rave-Rock-Band entwickelten. In den Anfangstagen spielte Keith mehr den Softie-Hippie. Im März 1991 erschien die erste Platte der Gruppe - es war die EP "What Evil Lurks/We Gonna Rock/Android/Everybody In The Place", die nicht die Charts erreichte.
Es folgten die Top-40-Hits: "Charly" (8/91 GB 3), "Everybody In The Place (EP)" (1/92 GB 2), "Fire/Jericho" (9/92 GB 11), "Out Of Space/Ruff In The Jungle Bizness" (11/92 GB 5, 2/93 D 15), "Wind It Up (Rewound)" (4/93 GB 11), "One Love" (10/93 GB 8), "No Good (Start The Dance)" (5/94 GB 4, 6/94 D 4), "Voodoo People" (9/94 GB 13), "Poison" (3/95 GB 15), "Firestarter" (3/96 GB 1, 4/96 D 6, 1/97 US 30), "Breathe" (11/96 GB 1, 11/96 D 8) und "Smack My Bitch Up" (11/97 GB 8). 1993 kommentierte die Plattenfirma die neue Veröffentlichung von Prodigy mit den Worten: 'Die Sounds und Beats scheinen aus anderen Welten, der Gesang vom guten Donald Duck zu stammen.'
Ihr Debütalbum hieß "Experience" (10/92 GB-LP 12), danach folgten die Knüller "Music For The Jilted Generation" (7/94 GB-LP 1) und "The Fat Of The Land" (7/97 GB-LP 1, 7/97 D-LP 1, 7/97 US-LP 1).
Mit der Nummer "Firestarter" änderte Keith sein Image - er wurde vom harmoniesüchtigen Softie zum rasenden Ravepunker und ließ auf der Bühne 'die Sau raus'. Keith: 'Ich war ein verdammter Hippie, ein Waschlappen mit schulterlangen Haaren und verblödetem Ecstasy-Grinsen. Ich machte Schluß mit der Droge und wurde innerhalb von Wochen ein neuer Mensch. Heute verliere ich auf der Bühne komplett den Verstand. Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht mal aus Versehen bei meiner Show umbringe. Ich werde echt gefährlich und bekomme die Energie eines angreifenden Tigers. Wehe dem, der mir dann in die Quere kommt'. Seine Markenzeichen wurden nun seine rot gefärbten Teufelshörner auf seinem ansonsten kahlgeschorenen Kopf, eine gepiercte Zunge und ein sechs Zentimeter langer Silberpfeil durch die Nase. Freimütig bekannte Keith: 'Ich kann nicht singen, aber lauter schreien als alle anderen. Deshalb bin ich Shouter'. In den Single-Charts ging es weiter mit "Baby's Got A Temper" (7/02 GB 5, 7/02 D 37). Für 2003 hat Keith ein Soloalbum geplant.
2004 erschien von Prodigy "Always Outnumbered Never Outgunned" (9/04 GB-LP 1, 9/04 D-LP 6). Als Single kam "Girls" (9/04 GB 19).
"Voodoo People/Out Of Space" (10/05 GB 20). "Their Law - The Singles 1990-2005" (10/05 GB-LP 1).
2009 kamen Prodigy mit "Omen" (2/09 GB 4, 2/09 D 28) in die Charts zurück - die Briten schrieben, Prodigy wären die 'Great survivors of the golden age of rave music'. Die Single stammte vom neuen, (dem fünften Studio-) Album "Invaders Must Die" (3/09 D-LP 3, 3/09 GB-LP 1), das am 7.3. auf Platz 1 in GB einstieg. Vom Album auch "Warrior's Dance" (4/09 GB 9) und "Take Me To The Hospital" (9/09 GB 38). Dann "World's On Fire - Live" (6/11 D-LP 15, 6/11 GB-LP 5), "It's A Man's Worls!" (11/12 D-LP 16), "The Day Is My Enemy" (4/15 D-LP 6, 4/15 GB-LP 1) - eingestiegen auf 1 am 11. 4..
Keith Flint starb am 4.3.2019. Angeblich beging er Selbstmord.
 


28. Februar 2019

André Previn - * 6.4.1929 - In Berlin als Andreas Ludwig Priwin geborener Pianist, Komponist und Dirigent. 1939 floh die Familie über Paris nach New York. Ab 1950 gehörte er zu den erfolgreichsten Arrangeuren und Komponisten in Hollywood - und dort vor allem für MGM.Mit Oscars wurden seine Musik für „Gigi“ (1958), „Porgy & Bess“ (1959), „Irma La Douce“ (1963) und „My Fair Lady“ (1964) bedacht. In mehr als 50 Filmen war seine Musik zu hören.

In den 70er Jahren war er längere Zeit Leiter des London Symphony Orchestra. Zwischen 1970 und 1979 war er der Ehemann von Mia Farrow. Am 1.8.2002 heiratete er Anne-Sophie Mutter.
Seine erfolgreichsten Alben waren "André Previn at the Piano" (8/48 US-LP 6), "Three Little Words" (9/50 US-LP 4) und "Secret Songs For Young Lovers" (6/59 US-LP 16).
André starb am 28.2.2019 in seiner Wohnung in Manhattan.

 


25. Februar 2019
Mark Hollis - * 4.1.1955 - GB-Sänger, Gitarrist, Tastenspieler und Songschreiber, geboren mit den Vornamen Mark David in Tottenham/London. 1977 gründete Hollis die Gruppe >Reaction<. 1978 erschien die Single "I Can't Resist", die kein Erfolg wurde. Für ein Punkalbum mit diversen Bands nahm Reaction den Titel "Talk Talk" auf. Wieder kein Erfolg. 1979 fiel Reaction auseinander, und erst 1981 begann Hollis wieder mit neuen Demoaufnahmen. Sein Bruder Ed Hollis, Manager von Eddie & The Hot Rods, der auch schon Reaction unterstützt hatte, brachte Bruder Mark mit Harris und Webb zusammen. Später kam noch Brenner hinzu. Sie probten Stücke, die Hollis geschrieben hatte, und nannten sich nun >Talk Talk<. Ende 1981 erhielten sie einen Plattenvertrag von der EMI, die von den Demos, entstanden unter der Regie von Rolling-Stones-Produzent Jimmy Miller, beeindruckt war. Im Frühjahr 1982 erschien die Single "Mirror Mirror", die die Hitparade verfehlte. Die Nachfolgesingle "Talk Talk" (4/82 GB 52, 11/82 RE-GB 23) wurde die erste Chartnotierung.
Die Top-40-Hits: "Today" (7/82 GB 14), "It's My Life" (1/84 GB 46, 3/84 US 31, 12/84 D 33, 5/90 RE-GB 13), "Such A Shame" (7/84 D 2), "Dum Dum Girl" (8/84 D 20), "Another Word" (9/84 D 25), "Life's What You Make It" (12/85 D 24, 1/86 GB 16, 9/90 RE-GB 23) und "Living In Another World" (3/86 D 34).
Im Frühjahr 1983 hatte sich Brenner von der Formation getrennt. Sein Ersatz wurde Tim Friese-Greene, der zwar als offizielles Mitglied nie genannt wurde, jedoch Keyboard spielte, mit Hollis fast alle Stücke gemeinsam schrieb und außerdem die meisten Stücke produzierte.
Die Hitalben: "It's My Life" (2/84 GB-LP 35, 6/84 D-LP 4), "The Colour Of Spring" (3/86 GB-LP 8, 3/86 D-LP 11) - auf drei Stücken ist als Gastmusiker Steve Winwood zu hören - und "Spirit Of Eden" (9/88 GB-LP 19) 1989 trennte sich die Band von der EMI und ging zu Polydor. Daraufhin veröffentlichte die EMI alte Aufnahmen neu und das Album "Natural History: The Very Best Of Talk Talk" (6/90 GB-LP 3). 1991 veröffentlichte Hollis sein erstes Soloalbum.
'Danach wurde es still um ihn. Er hatte gesagt, was er sagen wollte, wandte sich vom Musikbusiness ab. Das Echo kümmerte ihn nicht. Als ein Tribute-Album mit Talk-Talk-Songs vor ein paar Jahren erschien, berichteten Vertraute, dass Hollis ein „normales Leben“ führe. Alle paar Monate tauche er im Büros seines Managers auf. „Wir trinken einen Kaffee, quatschen meistens über Fußball. Es ist, als habe er einfach nur den Job gewechselt.“ Wenn er gefragt würde, ob mal wieder ein neues Album drin sei, antworte er stets. „Das habe ich hinter mir. Ausrufezeichen.“' schrieb der Tagesspiegel am 26.2.2019 – einen Tag, nachdem Hollis gestorben ist.

 




21. Februar 2019
 
Gus Backus - * 12.9.1937 - US-Sänger. Richtige Vornamen Donald Edgar, geboren in Southampton/Long Island/New York. 1957 kam er zur 1955 gegründeten Formation >Dell-Vikings<, die alle als Mitglieder der Air Force in Pittsburgh stationiert waren. Hits: "Come Go With Me" (2/57 US 4) und "Whispering Bells" (7/57 US 9). Mitte 1957 trennte sich der Kern der Gruppe, ein Teil machte als Dell-Vikings weiter, der andere, dazu gehörte Gus, nahm als >Del Vikings< Platten für Mercury auf. Hit: "Cool Shake" (7/57 US 12). Ende der 50er Jahre wurde Gus Backus in die Bundesrepublik versetzt und blieb nach Beendigung seines Militärdienstes hier. Im Juni 1959 nahm er in Wien mit "Ab und zu", einer Coverversion des Elvis-Hits "A Fool Such As I", eine erste deutschsprachige Platte auf. Zwischen 1960 und 1967 hatte er 20 Titel in der Hitparade.
Seine Top-40-Hits: "Brauner Bär und weiße Taube" (9/60 D 16), "Wooden Heart (Muss i denn zum Städtele hinaus)" (12/60 D 4), "Da sprach der alte Häuptling" (1/61 D 3) - sollte eigentlich "Schön war das Leben, in der Arche Noah" heißen. Erste Aufnahmen ergeben, dass Gus nicht in der Lage, 'Arche' auszusprechen - es wurde immer Arsche draus. Der Texter Peter Wehle hatte eine Stunde Zeit, einen neuen Text zu schreiben. Das Ergebnis war "Da sprach der alte Häuptling" - das Studiopersonal machte das nun erforderliche Indianergeheul und Getrommel, fertig war der Hit - , "Auf Wiedersehn" (6/61 D 15), "Heut kommen d'Engerln auf Urlaub nach Wean" (6/61 D 25), "I bin a stiller Zecher" (8/61 D 11), "Der Mann im Mond" (9/61 D 1), "Sauerkraut-Polka" (1/62 D 2), "Alle Schotten sparen" (1/62 D 12), "No Bier, no Wein, no Schnaps" (4/62 D 7), "Das Lied vom Angeln" (7/62 D 4), "Linda" (8/62 D 4), "Das kleine Wunder vom großen Glück" (12/62 D 20), "Ein bisschen denken beim Schenken" (1/63 D 19), "Er macht mich krank, der Mondschein an der Donau" (4/63 D 8), "Mein Schimmel wartet im Himmel" (7/63 D 12), "Goodbye Baby" (10/63 D 24), "Wenn doch jede Woche mal der Erste wär'" (2/64 D 20), "Bohnen in die Ohr'n" (3/66 D 30) und "Ein Koffer voller Souvenirs" (11/67 D 39). Sein erfolgreichstes Album hieß "Ich hab' mein Herz in Germany verloren" (9/62 D-LP 16).

1972 machte er seine letzten Plattenaufnahmen für Polydor, 1973 kehrte er in die USA zurück. Den Rest der 70er Jahre schien er wie vom Erdboden verschluckt. Selbst ehemalige Schlagerkollegen erklärten auf Befragen nach seinem Verbleib, er sei gestorben. Richtig war, dass er in New Mexico auf den Ölfeldern als Vorarbeiter beschäftigt war.
1986 konnte man ihn bei uns in einer TV-Sendung wieder einmal erleben. Gus versuchte ein Comeback. Nachdem das scheiterte, ging er erneut zurück in die USA. Im Februar 2002 war zu lesen, dass er wieder nach Germering bei München zurückgekehrt ist, weil er seine frühere zweite Ehefrau Heidelore aus den Jahren 1968 bis 1974 erneut heiraten will. Das tat er auch im Mai 2002.
Am 21.2.2019 starb Gus in einem Pflegeheim in Bayern.



Peter Tork * 13.2.1942 – US-Sänger, Keyboard, Bassist und Gitarrist, richtiger Name Peter Halsten Thorkelson, geboren in Washington, D.C.. Er spielte mit den Phoenix Singers, bevor er 1965 Mitglied der >Monkees< wurde. Peter war der erste, der am 30.12.1968 die Gruppe verließ. Um sich aus seinem Vertrag freizukaufen, musste er 160.000 Dollar bezahlen. Etliche Projekte, die er danach startete, gingen voll daneben. Mitte 1970 fielen die Monkees endgültig auseinander. 1981 tourte Peter mit seiner neuen Band New Monks durch Japan. In einem Interview mit dem National Inquire sagte er, er habe in den letzten Jahren als Kellner gearbeitet und sei ansonsten ein 'professioneller ehemals Erfolgreicher'. 1986 waren über die amerikanische Fernsehstation MTV die 52 alten Monkees-Episoden wieder zu sehen - mit großem Erfolg. Daraufhin kamen Peter, Micky Dolenz und David Jones wieder als Monkees zusammen: "That Was Then, This Is Now" (7/86 US 20).
Peter starb am 21.2.2019 - 2009 wurde bei Tork eine seltene Form von Zungenkrebs diagnostiziert. Nach zehn Jahren Kampf gegen die Krankheit starb er in seinem Haus in Mansfield/Connecticut.
 


29. Januar 2019
 
James Ingram - * 14.2.1952 - US-Sänger, Multi-Instrumentalist und Songschreiber, geboren in Akron/Ohio. Nachdem er mit der Formation >Revelation Funk< aufgetreten war, machte er ab Anfang der 80er Jahre Soloplatten. Auf den Platten von Quincy Jones "Just Once" (8/81 US 17) und "One Hundred Ways" (12/81 US 14) wurde James als Vokalist genannt. Quincy Jones nahm ihn danach unter Vertrag für seine Plattenfirma Qwest und schrieb mit ihm den Titel "P.Y.T. (Pretty Young Thing)", der 1982 auf Michael Jacksons Erfolgsalbum "Thriller" zu hören war. Zusammen mit Patti Austin nahm Ingram das Stück "Baby, Come To Me" (4/82 US 73, 10/82 RE-US 1, 2/83 GB 11) auf. Mit Michael McDonald hatte er den Hit "Yah Mo B There" (12/83 US 19, 1/85 GB 12 als Remix). Mit Kim Carnes sang er auf dem Kenny-Rogers-Hit "What About Me?" (9/84 US 15). "Somewhere Out There" (12/86 US 2, 7/87 GB 8) sang James zusammen mit Linda Ronstadt in dem Zeichentrickfilm "An American Tail". "I Don't Have The Heart" (8/90 US 1) wurde, wenn man so will, sein erster und bisher einziger Solohit. Sein erfolgreichstes Album war "It's Your Night" (11/83 US-LP 46, 3/84 GB-LP 25). James starb am 29.1.2019 in seinem Haus in Los Angeles an einem Gehirntumor.
 

26. Januar 2019
 
Ingo Bischof - 2.1.1951 - Tastenspieler für >Karthago<, >Kraan< und >Guru Guru<, geboren in Berlin-Kreuzberg.Ingo erhielt in seiner Jugend klassischen Klavierunterricht. Nachdem er 1966 mit >Marvin Kemper & The Soul-Group< eine erste Band gegründet hatte, machte er 1969 >Modivations<. Ab 1970 spielte er mit dem Sänger und Gitarristen Joey Albrecht in einer Funk-Rock-Band. 1971 war er Gründungsmitglied von >Kathago<, von 1975 bis 2007 spielte er mit >Kraan< - nebenher allerdings auhc mit >Guru Guru< oder als Studiomusiker für diverse Interpreten wie t.B. Reinhard Mey, Ulrich Roski, Interzone oder Heiner Pudelko. 2008 nahm er in Darmstadt seine erste Solo-CD auf: „Reconstructed“. Ebenfalls 2008 ging er mit dem Projekt >Berlin Blues< der Gitarristen Frank Diez und Alex Conti und mit >Lake< auf Tournee.
Er starb am 26.2.2019.
 
 
Michel Legrand - * 24.2.1932 - Französischer Pianist, Sänger und Komponist, geboren als Michel Jean Legrand in Bécon les Bruyères in der Nähe von Paris. Sein Vater war Raymond Legrand, der unter anderem 1952 Geigenarrangements für Dizzy Gillespie schrieb und Interpreten wie Edith Piaf oder Mauice Chevalier begleitete. Michel ging in die USA und nahm dort Platten u. a. mit Frankie Laine, Ray Charles, Perry Como, Neil Diamond, Ella Fitzgerald, Aretha Franklin, Lena Horne, James Ingram, Jack Jones, Johnny Mathis, Diana Ross, Frank Sinatra, Barbra Streisand, Sarah Vaughan, Shirley Bassey und Nana Mouskouri auf. Er schrieb über 50 Filmmusiken, z. B. 1964 für 'Regenschirme von Cherbourg', - 1968 das Thema "Windmills Of Your Mind" aus 'The Thomas Crown Affair' oder 1972 "Summer Of '42" - in beiden Fällen erhielt er einen Oscar. Insgesamt gewann er drei Oscars und war 13mal nominiert. Außerdem gewann er fünf Grammys.
Seine erfolgreichsten Alben waren "I Love Paris" (11/54 US-LP 9), "Holiday In Rome" (5/55 US-LP 5), "Vienna Holiday" (9/55 US-LP 13) und "Castles In Spain" (6/56 US-LP 9).
Legrand starb am 26.1.2019 in Paris.
 


21. Januar 2019
 

Jetzt starb mit Maxine Brown auch das letzte Mitglied der >Browns<, die in den 50er und 60er Jahren überaus erfolgreich waren.
 

BONNIE BROWN v (USA, * 31.7.1937 in Sparkman/Arkansas, + 16.7.2016 an Lungenkrebs in einem Krankenhaus in Franklin/Tennessee ),  JIM EDWARD BROWN v (USA, * 1.4.1934 in Sparkman/Arkansas, + 11.6.2015),  MAXINE ELLA BROWN v (USA, * 27.4.1931 in Campti/Louisiana, + 21.1.2019)

Schon Ende der 40er Jahre trat Jim mit seiner älteren Schwester Maxine als Duo auf und hatte den Hit "Looking Back To See" (6/54 C&W 8). 1955 kam die jüngere Schwester Bonnie zum Duo, sie wurden ein Trio und nannten sich nun Jim Edward, Maxine & Bonnie Brown. Sie hatten etliche Hits in den Country-Charts, darunter "I Take A Chance" (4/56 C&W 2) und "I Heard The Bluebirds Sing" (9/57 C&W 4). Ab 1958 verkürzten sie sich auf Browns und waren nun auch in den Popcharts vertreten. Mit einer englischsprachigen Version des aus dem Jahre 1945 stammenden Titels "Les Trois Cloches", im Original gesungen von Edith Piaf, hatten die Browns 1959 mit "The Three Bells" einen Platz 1 in der US-Hitparade.
Ein weiterer Top-40-Hits außerhalb der Top 10 war "Scarlet Ribbons (For Her Hair)" (11/59 US 13).
Mitte der 60er Jahre trennten sich die Geschwister. Jim wurde ein Country-Star, der mit "Pop A Top" (5/67 C&W 3)  und "Morning" (10/70 C&W 4, 11/70 US 47) die größten seiner insgesamt rund 40 Solohits hatte. Ab 1976 kam er im Duett mit Helen Cornelius und war mit ihr bis in die 80er Jahre erfolgreich. Die größten Hits von Jim Ed Brown & Helen Cornelius, das 1977 einen Country-Music-Award als das beste Duo des Jahres erhielt: "I Don't Want To Marry You" (7/76 C&W 1), "Saying Hello, Saying I Love You, Saying Goodbye" (11/76 C&W 2) und "Lying In Love With You" (3/79 C&W 2). Die beiden Schwestern machten ein Tonstudio auf.
Die größten Hits der Browns: The Three Bells (7/59 US 1; 9/59 GB 6, 10/59 D 19) und The Old Lamplighter (3/60 US 5)



13. Januar 2019

Bonnie Guitar * 25.3.1923 - US-Gitarristin, Sängerin und Songschreiberin. Richtiger Nachname Buckingham, geboren auf einer Farm in Auburn/Washington, 20 Meilen von Seattle entfernt. Bereits in den frühen 50er Jahren hatte sie eine eigene Gruppe, Mitte der 50er arbeitete sie als Sessiongitarristin in Los Angeles.
1958 gründete sie ihre eigene Plattenfirma, danach wurde sie Director of Country Music für DOT und ABC-Paramount. Ihren einzigen Top-40-Erfolg in den Pophitparaden hatte Bonnie mit dem Crossover-Hit "Dark Moon" (4/57 US 6).
Sie starb am 13.1.2019

 



10. Januar 2019

Larry Cunningham - * 23.6.1951 – US-Sänger mit den >Foaters<. Die Floaters wurden bereits 13 Jahre vor ihrem einzigen Hit 1964 in Detroit von den Bürdern James Mitchell und Paul Mitchell. Hinzu kam Ralph Mitchell, mit den Büderen nicht verwandt. 1976 sahen drei Mitglieder der Detroit Emeralds die Band und waren davon so angetan, dass sie sie baten, für ihre anstehende US-Tour das Vorprogramm zu bestreiten. Sie brachten sie mit einer Plattenfirma zusammen, und nachdem der Vertrag unterzeichnet war, schrieben die drei Detroit Emeralds Titel für das Debütalbum der Formation, das sie auch produzierten. "Float On" (7/77 GB1, US 2), ein Schnitt von dieser Debüt-LP, schoss Mitte 1977 in die Hitparaden. Ein weiterer Hit ist den Floaters nie gelungen, was sie, wie sie später einmal erzählten, auf der einen Seite als Belastung empfunden haben, sie auf der anderen Seite aber auch glücklich machte, überhaupt einen gehabt zu haben. Larry Cunningham in einem Interview: 'Ohne diesen einen Hit wären wir gar nichts. Heute treten wir immer noch auf der Bühne auf, und solange unsere Show stimmt, machen wir weiter. Es gibt Hunderte von Gruppen, die würden ihr Leben dafür hergeben, könnten sie auf einen solchen Hit verweisen.' Ihr erfolgreichstes Album war "Floaters" (6/77 US-LP 10, 8/77 GB-LP 17).
Larry starb am 10.1.2019.
 


5. Januar 2019

Eric Haydock, Gründungsbassist der Hollies und bis Mitte 1966 Mitglied der Band, ist am 5.1.2019 in seinem Haus in GB gestorben. Eric wurde am 3.2.1943 in Stockport/Cheshire geboren. Er war der erste britische Musiker, der auf einem sechssaitigen Fender Bass VI spielte. In seine Zeit fallen Hits wie "(Ain't That) Just Like Me" (5/63 GB 25), "Searchin'" (8/63 GB 12), "Stay" (11/63 GB 8), "Just One Look" (2/64 GB 2), "Here I Go Again" (5/64 GB 4), "We're Through" (9/64 GB 7), "Yes I Will" (1/65 GB 9), "I'm Alive" (5/65 GB 1, 8/65 D 16), "Look Through Any Window" (9/65 GB 4, 11/65 US 32), "If I Needed Someone" (12/65 GB 20), "I Can't Let Go" (2/66 GB 2, 5/66 D 30), "Bus Stop" (6/66 GB 5, 7/66 US 5, 7/66 D 9).
Das Bild zeigt eine Werbung für die Single "I'm Alive" (v.l.n.r: Eric Haydock, Allan Clarke, Graham Nash, Tony Hicks und Bobby Elliott).



3. Januar 2019

Steve Ripley - * 1.1.1950 - US-Gitarrist, Songschreiber. Produzent, Gitarrenbauer und Studiotechniker mit den >Tractors<, geboren als Paul Steven Ripley in Boise/Idaho. Er machte auch Soloplatten und spielte als Studiomusiker mit Bob Dylan, (Gitarre auf „Shot Of Love“), J.J. Cale (auf den Alben „Shades“, „8“ und „Roll On“) und produzierte Platten von Clarence 'Gatemouth' Brown, Roy Clark und Johnnie Lee Wills.

Steve starb am 3.1.2019 an Krebs in seinem Haus in Pawne/Oklahoma.



2. Januar 2019

Daryl Dragon - * 27.8.1942 -US-Tastenspieler und Songschreiber, geboren in Los Angeles/Kalifornien. Er ist der Sohn des bekannten US-Orchesterleiters Carmen Dragon. Daryl arbeitete erst für die Beach Boys - Mike Love war es auch, der ihm den Spitznamen Captain gab -, dann zusammen mit seiner Frau Toni Tennille als >Captain & Tennille<. Die meisten Hits jedoch schrieb nicht Daryl, sondern Toni.
Die Top-40-Hits: "Love Will Keep Us Together" (4/75 US 1, 8/75 GB 32), "The Way I Wanna Touch You" (9/75 US 4, 1/76 GB 28), "Lonely Night (Angel Face)" (1/76 US 3), "Shop Around" (5/76 US 4), "Muskrat Love" (9/76 US 4), "Can't Stop Dancin'" (3/77 US 13), "You Never Done It Like That" (8/78 US 10), "You Need A Woman Tonight" (12/78 US 40) und "Do That To Me One More Time" (10/79 US 1, 2/80 GB 7, 6/80 D 33).
Ihre erfolgreichsten Alben waren "Love Will Keep Us Together" (6/75 US-LP 2), "Song Of Joy" (3/76 US-LP 9) und "Come In From The Rain" (4/77 US-LP 18).
Das Ehepaar reichte nach 39 Ehejahren im Januar 2014 die Scheidung ein -  Daryl Dragon starb am 2.1.2019 in Prescot/Arizona an Nierenversagen.



31. Dezember 2018

Ray Sawyer - * 1.2.1937 - US-Sänger, geboren in Chicksaw/Alabama, mit der 1968 gegründeten Gruppe >Dr. Hook< und ab 1977 auch als Solist. Die Band hatte ihre erste Hitnotierung und gleich einen Millionseller mit "Sylvia's Mother" (4/72 US 5, 6/72 GB 2, 7/72 D 9). Meist trugen Ray und Dennis Locorriere, der der eigentliche Lead-Sänger der Gruppe war, witzige, ironische Texte vor, die Shel Silverstein schrieb.
Weitere Top-40-Hits waren "Carry Me, Carrie" (11/72 D 29), "The Cover Of 'Rolling Stone'" (12/72 US 6), "Only Sixteen" (1/76 US 6), "A Little Bit More" (6/76 US 11, 6/76 GB 2), "If Not You" (10/76 GB 5), "More Like The Movies" (3/78 GB 14), "Sharing The Night Together" (9/78 US 6), "When You're In Love With A Beautiful Woman" (4/79 US 6, 8/79 D 8, 9/79 GB 1), "Better Love Next Time" (10/79 US 12, 11/79 D 33, 1/80 GB 8), "Sexy Eyes" (2/80 US 5, 3/80 GB 4, 5/80 D 2), "Girls Can Get It" (11/80 US 34, 11/80 GB 40) und "Baby Makes Her Blue Jeans Talk" (2/82 US 25).
Ihre erfolgreichsten Alben waren "A Little Bit More" (6/76 GB-LP 5), "Sometimes You Win" (11/79 GB-LP 14), "Dr. Hook's Greatest Hits" (12/80 GB-LP 2) und "Completely Hooked - The Best Of Dr. Hook" (6/92 GB-LP 3).
Rays Markenzeichen ist eine Augenklappe, die er allerdings nicht zum Spaß trägt: Er verlor bei einem Autounfall sein rechtes Auge. 1985 fiel die Band auseinander. Ray versuchte sich weiter als Solist und tourte ab September 1988, ohne dass ein altes Mitglied der Originalbesetzung mit dabei war, als >Dr. Hook featuring Ray Sawyer< bis 2015 um die Welt. Anfang 1999 erschien in GB die Hitkopplung "Love Songs" (2/99 GB-LP 8). 2006 zog Ray immer noch mit seinen alten Dr. Hook-Hits durch die Welt. "Hits And History" (3/07 GB-LP 14) und "Timeless" (3/14 GB-LP 9) brachte eine weitere Hitzusammenstellung.
Krankheitsbedingt zog er sich 2015 aus dem Musikgeschäft zurück. Er starb nach kurzer Krankheit am 31.12.2018.


 

Dean Ford starb ebenfalls am 31.12.2018
- * 5.9.1945 - GB-Sänger, Gitarrist, Mundharmonikaspieler und Songschreiber. Richtiger Name Thomas McAleese, geboren in Coatbridge/Glasgow. Er wurde 1963 Mitglied bei den >Gaylords<, die sich 1961 formiert hatten und nun >Dean Ford & The Gaylords< nannten. 
Die Top-40-Hits: "Lovin' Things" (5/68 GB 6, 8/68 D 39), "Wait For Me, Marianne" (10/68 GB 30), "Ob-la-di, Ob-la-da" (12/68 GB 1, 1/69 D 2), "Baby Make It Soon" (6/69 GB 9), "Reflections Of My Life" (12/69 GB 3, 3/70 D 20, 3/70 US 10), "Rainbow" (7/70 GB 3, 10/70 D 21), "My Little One" (3/71 GB 15), "Cousin Norman" (9/71 GB 6), "Back On The Road" (11/71 GB 35), "Radancer" (4/72 GB 6, 5/72 D 31) und "Falling Apart At The Seams" (2/76 GB 9). 1975 verließ Dean die Gruppe, emigrierte in die USA und nahm eine erste Solo-LP auf, die von Alan Parsons produziert wurde. 1978 sang er als Gast auf dem Album „Pyramid“ von Alan Parsons. Ende der 70er Jahre hatte er schwere Alkoholprobleme – 1985 war er Dank der Anonymen Alkoholiker wieder trocken. Zusammen mit William Junior Campbell hatte er die z.B. Titel wie "Reflections Of My Life" und "Rainbow" geschrieben – die Tantiemen für diese Songs hielten ihn über Wasser. Dean starb am 31.12.2018.

 

 

 

30.7.2016 - Treffen 2.0

- diesmal bei eher durchwachsenem Wetter und deutlich kühler.


von links nach rechts: Dave, Heinz, Sven, Frank, Jürgen, Koko & Tom - hinten von links nach rechts: Tom, Alexander & Marc

22.8.2015 - Treffen 1.0

Wir haben es geschafft: eine Party mit all den Moderatoren und Mitarbeitern, die sich den 22.8.2015 frei machen konnten. Das Treffen war eine wahre Freude und es war erstaunlich, wie viele bei strahlendem Wetter nach Laufeld aus Hamburg, München, Köln, Baden-Baden usw. kamen.

 

Unten v.r.n.l.: Koko, Tom K., Dave, Walter, Hans, Heinz K., Heinz C., Jürgen, Marc, Boris, Frank.
stehend v.r.n.l.: Michael, Alexander und Tom G. Schon um 2.30 Uhr war die Party beendet!

15. November 2014 - Schöne NEWS über >PopStop – Das Musikradio<

Wir sind alle hoch erfreut, dass uns die EBU (Die Europäische Rundfunkunion - englisch European Broadcasting Union) zur Kenntnis genommen hat. Ich würde mal vermuten, dass das nicht bei so vielen Internetradios der Fall ist. In einem Interview erkläre ich noch einmal die PopStop-Intentionen – und die wurden während einer kürzlich stattgefunden Tagung den Delegierten vorgespielt.
Vielfalt statt Einfalt – wir sind auf dem richtigen Weg! Dank an die EBU, an die Radio-Aficionados - an die, die dieses wunderbare Programm und sein Umfeld gestalten - an die, die aus reinem Spaß an einem guten Radio ihre Zeit für schöne und ideenreiche Programme opfern – und an die, die es hören. Ohne die Hörer wär' alles nix! Danke!

Hier das Videoder EBU!

 

 

 

 

 

Quelle: EURORADIO/EBU

 

 

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