Music-News - Kürzlich verstorbene Musiker
 


15. September 2019

Ric Okasek - *23.3.1944 - US-Lead-Sänger, Gitarrist, Songschreiber, Produzent und Kopf der 1976 gegründeten Band >Cars<. Richtiger Name Richard Otcasek, geboren in Baltimore/Maryland. Rics Karriere begann 1970 in der Folk-Gruppe Milkwood, danach spielte er mit der Band Robinson. Die erste LP der Cars erschien 1978. Ihre erste Hitnotierung war "Just What I Needed" (6/78 US 27, 2/79 GB 17). Die weiteren Top-40-Hits sind "My Best Friend's Girl" (10/78 US 35, 11/78 GB 3 - die Platte war in GB deshalb ein Erfolg, weil sie die erste kommerzielle Picture-Disc-Single auf dem GB-Markt war), "Let's Go" (6/79 US 14), "Touch And Go" (9/80 US 37), "Shake It Up" (11/81 US 4), "Since You're Gone" (6/82 GB 37), "You Might Think" (3/84 US 7), "Magic" (5/84 US 12), "Drive" (8/84 US 3, 9/84 GB 5, 10/84 D 4, 8/85 RE-GB 4 - diese erneute Hitplatzierung in GB wurde sicher dadurch gefördert, dass laut Ric alle Tantiemen aus dem Verkauf dieser Platte dem Band Aid Trust zur Verfügung gestellt werden), "Hello Again" (10/84 US 20, 1/85 D 27), "Why Can't I Have You" (1/85 US 33), "Tonight She Comes" (11/85 US 7), "I'm Not The One" (2/86 US 32) und "You Are The Girl" (8/87 US 17).
Die erfolgreichsten Alben: "The Cars" (7/78 US-LP 18 - sechsfach Platin, 12/78 GB-LP 29), "Candy-O" (6/79 US-LP 3, 7/79 GB-LP 30), "Panorama" (9/80 US-LP 5), "Shake It Up" (11/81 US-LP 9), "Heartbeat City" (4/84 US-LP 3, 10/84 GB-LP 25, 11/84 D-LP 15) und "The Cars Greatest Hits" (11/85 US-LP 12, 11/85 GB-LP 27).

Schon ab 1983 veröffentlichte Ric neben der Bandarbeit auch Solo-Platten. Einziger Top-40-Hit: "Emotion in Motion" (9/86 US 15). 1988 trennte sich die Band endgültig, und Ric arbeitete nur noch als Solist. Er produzierte Interpreten wie >Hole<, >No Doubt< und >Weezer<, mit denen er kommerzielle Erfolge feierte.

1997 kam er mit dem Album "Troubelizing", Mitte 2005 mit "Nexterday".

Immer wieder gab es Gerüchte, die Cars würde sich wieder neu formieren. 2005 hieß es, Elliot Easton und Greg Hawkes wollten mit Todd Rundgren und ohne Ric als >New Cars< weitermachen. Und so kam es dann auch - neben den drei genannten waren noch der Bassist Kasim Sulton und der Schlagzeuger Prairie Prince, die beide vorher schon mit Rundgren gespielt hatten, bei den New Cars. Als erste Single erschien im März 2006 "Not Tonight".

2010 schlossen sich Ric Ocasek, Elliot Easton, Greg Hawkes und David Robinson wieder als Cars zusammen und veröffentlichten 2011 das Album "Move Like This" (5/11 US-LP 7).
Ric wurde am 15.9.2019 tot in seinem Apartment in Manhattan aufgefunden – die Polizei geht von einem natürlichen Tod aus.


 

13. September 2019
 
Eddie Money -  21.3.1949 - US-Sänger und Songschreiber, der richtig Edward Joseph Mahoney heißt und in Brooklyn/New York City geboren wurde. Vor seiner Karriere als Sänger war er Polizist. 1978 erschien seine Debüt-LP, auf der auch sein erster Single-Hit "Baby Hold On" (2/78 US 11) zu finden war.
Weitere Top-40-Hits: "Two Tickets To Paradise" (6/78 US 22), "Maybe I'm A Fool" (1/79 US 22), "Think I'm In Love" (7/82 US 16), "Take Me Home Tonight" (8/86 US 4), "I Wanna Go Back" (12/86 US 14), "Endless Nights" (4/87 US 21), "Walk On Water" (10/88 US 9); "The Love In Your Eyes" (1/89 US 24), "Peace In Our Time" (12/89 US 11) und "I'll Get By" (12/91 US 21). Beim Hit "I'm Alright" (7/80 US 7) von Kenny Loggins aus dem Film "Caddyshack" sang Eddie im Hintergrund mit.
Seine erfolgreichsten Alben waren "Eddie Money" (1/78 US-LP 37), "Life For The Taking" (1/79 US-LP 17), "No Control" (7/82 US-LP 20) und "Can't Hold Back" (8/86 US-LP 20).
Am 24.8.2019 gab Money, ein Langzeitraucher, bekannt, dass bei ihm Speiseröhrenkrebs diagnostiziert wurde – er starb in einem Krankenhaus in Los Angeles. Eddie starb am 13.9.2019.
 




1. September 2019
 
Edo Zanki - * 19.10.1952 - Multimusiker, Sänger, Songschreiber und Produzent, der in Zadar/Jugoslawien geboren wurde und als 5jähriger in die Bundesrepublik kam. Er sang und spielte Tasteninstrumente mit >Edo und die Markees<, >Edo & Friends<, machte unter dem Pseudonym Don Anderson Platten und schließlich unter seinem eigenen Namen. Meist gute Produktionen - aber keine Hits. Ende der 90er Jahre war er an dem Projekt >Söhne Mannheims< beteiligt. Es heißt, er sei am Erfolg von Xavier Naidoo 'nicht unbeteiligt'. Mit Xavier und drei weiteren Musikern startete er Ende 2001 das Projekt >4 Your Soul<.
Edo starb am 1.9.2019. Auf seiner Facebookseite stand am 1.9.2019 folgendes:
Liebe Freunde,
nach kurzer schwerer Krankheit ist heute Edo Zanki von uns gegangen.
Wir verlieren einen Pionier und Wegbereiter deutscher Pop- und Soulmusik, einen international gefragten Produzenten und Songschreiber, sowie einen liebevollen, charismatischen und neugierigen Menschen.
Edo lebte für die Musik, ist nie dem großen, kommerziellen Erfolg hinterhergerannt, sondern liebte es mit Freunden und in immer wechselnden Konstellationen zu musizieren und das Leben zu feiern. Für viele Künstler*innen war er Berater und Vorbild. Seine unverwechselbare Stimme wird fehlen, in der Musik und im Leben. Gute Reise, Edo.
 
 
 
19. August 2019

Sonny Hennig - * 4.3.1946 - Tastenmann, Gitarrist, Sänger, Mundharmonikaspieler und Songschreiber bei >Ihre Kinder<, die schon 1968 Rockmusik mit deutschen Texten machten. Geboren in Mühlhausen/Thüringen, aufgewachsen in Nürnberg. Er begann seine Karriere 1965 in der Gruppe >Johnah & The Wales< und dem Album „It's Great“. Nebenher spielte er mit der >Empire State Band<, die hauptsächlich in so genannten ‘Ami-Clubs‘ spielte.  und besonders bei amerikanischen Soldaten sehr beliebt war. Nachdem er auf Ernst Schulz getroffen war, gründete er mit ihm >Ihre Kinder<, die 1969 ihre Debüt-LP veröffentlichten – sie brachten Rocksongs mit deutschen Texten. Der kommerzielle Erfolg hat nie richtig funktioniert. 1972 veröffentlichte Sonny mit „Tränengas“ sein erstes Solo-Album – es erhielt gute Kritiken, aber die Verkaufszahlen blieben schwach. Als >Meistersinger & Ihre Kinder< erschienen am Ende der 70er Jahre zwei Alben, dann kam Sonny am Beginn der 80er Jahre mit der Folk-Rock-Gruppe >Cahoots<.
Dann begann er eine Karriere als Moderator im Radio bei Radio Luxemburg und Radio Gong. Über sich hat Sonny Hennig das autobiographische Buch ‚Rockmanns Erzählungen‘ geschrieben. Darin heißt es: ‘Ich war und bin ein bürgerlicher Humanist. Rock’n’Roll war für mich schon immer nicht nur eine Musikrichtung, sondern vielmehr auch eine gewisse Geisteshaltung und versorgte meinen Humanisten mit einem allzeit abrufbaren Quäntchen Drecksack.‘
Im Juni 2018 erlitt Sonny, der gesundheitlich ohnehin bereits schwer gehandicapt war, einen Schlaganfall und wurde zum Pflegefall.
Hennig starb am 19.8.2019. Die Presse schrieb: ‚Mit Sonny Hennig verliert Nürnberg nicht nur einen Rock-Pionier, sondern auch einen originellen Querkopf mit frecher Schnauze, großem Herzem und viel Humor.‘

22. Juli 2019

 

Art Neville - * 17.12.1937 - US-Sänger, Tastenspieler und Songschreiber. Vollständige Vornamen Arthur Lanon, geboren in New Orleans. Schon während seiner Schulzeit hatte er eine eigene Band, die >Hawketts<, mit der er 1954 den New-Orleans-Hit "Mardi Gras Mambo" aufnahm. Später kamen seine Brüder Charles und Aaron zur Band, 1958 musste Art zur Navy, Aaron übernahm die Leitung der Gruppe. Zurück von der Army, spielte Art wieder mit den Hawketts. Ein überregionaler Hit wollte ihnen jedoch nicht gelingen. Zwischenzeitlich kam es 1962 zur Gründung von >Neville Sounds<, in der zwar immer Art, aber nur temporär seine Brüder mitmachten. Nachdem sich Aaron dann 1966 erfolgreich als Solist versucht hatte, spielte Art in einer Neugründung von Neville Sounds als Backingband seines Bruders. 1967 heuerte Allen Toussaint Art und diese Rhythm-Section als seine Hausband an, daraus wurden dann die >Meters< - sie spielten auf unzähligen Hitproduktionen von Lee Dorsey, Dr. John, LaBelle oder Robert Palmer.
Nebenher hatten sie auch eigene Instrumentalhits - ihre Top-40-Notierungen: "Sophisticated Cissy" (2/69 US 34) und "Cissy Strut" (4/69 US 23). Aaron bastelte derweil weiter an seiner Solokarriere und Bruder Charles spielte Saxophon bei verschiedenen Jazz-Bands in New York. 1975 kamen die Brüder plus dem jüngsten Bruder Cyril wieder zusammen. Seit 1978 treten sie gemeinsam als >Neville Brothers< auf. Ihren einzigen Top-40-Hit hatten sie in Deutschland: "Bird On A Wire" (8/90 D 35).
Art starb am 22.7.2019 nach längerer Krankheit in seiner Heimststadt New Orleans.


16. Juli 2019

 

Johnny Clegg - * 7.6.1953 - GB-Sänger, Gitarrist und Songschreiber, geboren in Bacup/Rochdale/Greater Manchester. Schon 1954 zog er mit seiner Mutter und seinem Opa nach Israel, eine Jahr später nach Rhodesien, dem heutigen Zimbabwe. 1960, inzwischen hatte seine Mutter neu geheiratet, zog er mit den Eltern nach Südafrika. Mit 14 lernte er die Sprache und die Musik der Zulus - allen Apartheids-Gesetzen zum Trotz. Mit 15 lernte Johnny Clegg in Soweto den Zulu Mntonanazo Mzila kennen, der ihn mit ritueller Musik und Tänzen vertraut machte. Anfang der 1970er Jahre traf er auf Siphu Mchunu und trat mit ihm als >Johnny & Siphu< auf, was wegen der Apartheidgesetze nur im privaten Rahmen oder in kleinen Clubs möglich war. Johnny & Siphu gründeten 1976 die Band >Juluka<. Juluka brachte eine sehr interessante Mischung aus Zulutradition und Rockmusik.
Nachdem sich Sipho Mchunu 1985 aus dem Musikgeschäft zurückzog, machte der 'weiße Zulu' Johnny Clegg 1986 mit der ebenfalls schwarz/weißen Band >Savuka< weiter - daraus wurde später >Johnny Clegg & Savuka<. Die bekannteste Nummer beider Formationen war "Scatterlings Of Africa".
Johnny lehrte vor seiner Karriere als Musiker als Anthropologe an einer Universität. Er sollte den Studenten möglichst schnell rassistische Gedenken austreiben. "Scatterlings Of Africa" greift die These auf, dass die gesamte Menschheit aus Afrika stammt - fest steht, dass das älteste menschliche Gen aus Afrika stammt. Von dort aus verstreuten sie sich über die Welt - und sind damit 'Scatterlings'!
Johnny starb am 16.7.2019 am Krebs.


06. Juli 2019

 

João Gilberto - * 10.6.1931 - Brasilianischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber, geboren als João Gilberto Prado Pereira de Oliveira in Juazeiro/Bahia. Neben Antonio Carlos Jobim gilt er als einer der Entwickler des Bossa Nova.
Schon mit 14 begann er, Gitarre zu spielen, 1949 zog er nach Salvador da Bahia, ein Jahr später wurde er von der Gruppe >Garotos da Lua< engagiert, die eine tägliche Radioshow in Rio de Janeiro hatte. Aber erst, als er einen neuen Gitarrenstil entwickelte - er mischte die Rhythmen von Batucada und des Sambas – kam der Erfolg. In Rio de Janeiro lernte er den Sänger und Komponisten Antônio Carlos Jobim kennen und spielte mit ihm. 1959 nahmen sie ihre ersten gemeinsamen Stücke auf. Mit Titeln wie „Desafinado“ und “One Note  Samba“ hatten sie Erfolge.
1962 reisten Gilberto und erstmals in die USA. 1963 nahm er in New York City gemeinsam Jobim, seiner Frau, der Sängerin Astrud Gilberto und dem US-Saxophonisten Stan Getz das Album „Getz/Gilberto“ (6/64 US-LP 2)  auf – darauf die Nummer „The Girl From Ipanema“ (6/64 US 5, 7/64 GB 29). Das Album erhielt 1965 einen Grammy als ‚Album des Jahres‘, „The Girl From Ipanema“ wurde ‚Singles des Jahres‘.
Gilberto starb am 6.7.2019 in Rio de Janeiro.


02.Juli 2019

Costa Cordalis - * 1.5.1944 - Griechischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber, geboren in Elatia mit dem Vornamen Konstantin. Er kam mit 16 Jahren in die Bundesrepublik. Seit 1965 singt er Schlager - in jenem Jahr hatte er mit "Tränen in deinen Augen" (11/65 D 32) seinen ersten Hit.
Es folgten die Top-40-Hits "Und die Sonne ist heiß" (8/71 D 28), "SOS" (7/73 D 40), "Carolina, komm" (10/73 D 17), "Steig in das Boot heute nacht, Anna Lena" (4/74 D 15), "Santa Maria del Mare, adieu" (11/74 D 30), "Es stieg ein Engel vom Olymp" (5/75 D 19), "Shangri-La" (12/75 D 27), "Die Blumen der Nacht" (6/76 D 32), "Anita" (12/76 D 3), "Die süßen Trauben hängen hoch" (6/77 D 19), "Don Pedro (Ein Küsschen in Ehren..)" (11/77 D 33) und "Pan" (4/80 D 22).
Um auf der einen Seite seine Fans und damit die Liebhaber des deutschen Schlagers nicht zu verlieren und auf der anderen Seite auch mal einen englischsprachigen Titel zu singen, gründete er 1992 zusammen mit seinen Kindern Lucas und Kiki und der aus Hawaii stammenden Kaui die Gruppe >Let's Make It<. Bis in das 21. Jahrhundert versucht Costa immer wieder den Spagat zwischen Griechenland und Ballermann, also zwischen Sirtaki und Sangria.
Er starb auf Mallorca am 2.7.2019.


01. Juli 2019

 
Hein und Oss Kröher - jetzt sind sie wieder vereint!
Hein & Oss Kröher - * 17.9.1927 - Volkssänger, geboren als Heinrich und Oskar in Pirmasens, Mitbegründer der ersten Folkfestivals in Deutschland auf der Burg Waldeck; Autoren zahlreicher Liederbücher. Zwischen 1966 und 2001 veröffentlichten sie 16 Alben, auf denen von Soldaten, Jägern, Seemännern, Bertholt Brecht, Arbeitern, der Freiheit, von Cowboys, vom Hambacher Fest, vom Trinken oder Partisanen gesungen wurde. In Nachrufen wurden sie als 'Volkssänger' bezeichnet – dabei waren sie wesentlich mehr und standen auf der selben Stufe wie z.B. Hannes Wader und andere Liedermacher der 60er und 70er Jahre.
Hein starb am 14.2.2016 in Primasens, Oss am 1.7.2019 in Rodalben.

 
 
 

Willy Schnitzler - * 4.8.1951 - Tastenspieler mit den >Bläck Fööss<. 2005 stieg er aus - der Kölner Stadtanzeiger schrieb: 'Es geht einfach nicht mehr. Ich kann kein Klavier mehr spielen, habe Schmerzen, wenn ich nur eine Kölsch-Flasche aufmachen will', sagt Willy Schnitzler. Nach 25 Jahren hört er bei den Bläck Fööss auf, für die genau zehn Jahre nach dem Ausstieg von Tommy Engel der nächste Wechsel ansteht. Schnitzler: 'Der Entschluss ist mir mehr als schwer gefallen, aber die Arthrose in meinen Fingern ist immer schlimmer geworden'. Die Session wollte er unbedingt noch durchstehen - trotz aller Schmerzen. Hinzu kamen zuletzt auch psychische Probleme, Herzrasen und Schlaflosigkeit. Für ihn kam als neuer Mann der 48-jährige Andreas Wegener. Mit seiner Frau zog Willy nach Ungarn an den Balaton (Plattensee). Dort kam es nach Presseangaben zu einem tragischen Verkehrsunfall auf einer Autobahn nahe des Balatons. Dem Bericht zufolge sei Schnitzler wegen einer Panne auf der Autobahn aus seinem Wagen ausgestiegen und dann von einem Laster erfasst worden. Wenige Tage später soll der 67-jährige an den Folgen seiner Verletzungen gestorben sein. Sein Tod wurde Ende Juni 2019 bekannt gegeben. Auf der abgebildeten Singlehülle von "Achterbahn" ist Willy der zweite von links
 

23. Juni 2019

 
Dave Bartholomew - * 24.12.1918 - US-Songschreiber, Trompeter, Sänger und Chef einer eigenen Band, geboren in Edgard/Louisiana. Dave gilt als Architekt des New Orleans Sounds der 40er und 50er Jahre. Er begann als Trompeter in Fats Pichon's Band auf einem Mississippidampfer. 1946 gründete er in New Orleans seine erste eigene Band und entdeckte in ihr den jungen Pianisten und Sänger Fats Domino, den er produzierte und mit dem er viele Hits schrieb. Auch Jewel King, Roy Brown, Lloyd Price, Shirley & Lee oder Smiley Lewis wurden durch ihn betreut. Auf den frühen Platten von Little Richard ist Dave ebenfalls mit seiner Band zu hören - einmal stand er auch selbst in den Hitparaden: "Country Boy" (2/50 R&B 14). 1991 wurde er wegen seiner Verdienste bei der Entwicklung des New Orleans Sounds in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.
Dave starb am 23.6.2019 in New Orleans.
 




9. Juni 2019

Jim Pike - * 6.11.1936 - US-Sänger, geboren in St. Louis/Missouri. Er begann mit dem Mitchell Boys Choir und Stan Kenton, bevor er 1959 die >Lettermen< gründete. Die erste Hitnotierung war "The Way You Look Tonight" (9/61 US 13, 11/61 GB 36).
Die weiteren Top-40-Hits: "When I Fall In Love" (11/61 US 7), "Come Back Silly Girl" (2/62 US 17), "Theme From 'A Summer Place'" (6/65 US 16), "Goin' Out Of My Head/Can't Take My Eyes Off You" (12/67 US 7) und "Hurt So Bad" (5/69 US 12).

Ihre erfolgreichsten Alben: "A Song For Young Love" (2/62 US-LP 6), "The Hit Sounds Of The Lettermen" (8/65 US-LP 13), "The Best Of The Lettermen" (10/66 US-LP 17), "The Lettermen!!! ... And 'Live!'" (11/67 US-LP 10), "Goin' Out Of My Head" (4/68 US-LP 13) und "Hurt So Bad" (9/69 US-LP 17).
Jim starb am 19.6.2019 in Prescott /Arizona an Parkinson.


06. Juni 2019
 
Dr. John - * 21.11.1941 - US-Pianist, Gitarrist, Schlagzeuger, Sänger und Songschreiber, der als Pionier des Swamp-Rock gilt. Richtiger Name Malcolm John Rebennack, genannt Mac. Er begann Mitte der 50er Jahre in seiner Heimatstadt New Orleans als Sessionmusiker für Professor Longhair, Frankie Ford und Joe Tex. Anfang der 60er Jahre produzierte er Lee Allen, Red Tyler und Earl Palmer.
Mitte der 60er Jahre ging er nach L.A. und wurde Sessionmusiker, hauptsächlich für Phil Spector. Nebenher spielte er in Formationen wie >Zu Zu Band< - mit Jessie Hill - oder >Morbus & The Three Ghouls<. Seit dieser Zeit interessierte er sich für den Voodoo-Kult, für den ihn besonders Prinz Lala begeisterte. Ab 1968 machte er auch als Solist Platten. Sein einziger Top-40-Hit hieß "Right Place, Wrong Time" (4/73 US 9), das erfolgreichste Album "In The Right Place" (3/73 US-LP 24).
Seine Plattenveröffentlichungen gehen bis in das 21. Jahrhundert. Hervorragend die CDs "In A Sentimental Mood" (1989), "Goin' Back To New Orleans" (1992), "Television" (1994), "Trippin' Live" (1997), "Anutha Zone" (1998), "Duke Elegant" (1999), "Creole Moon" (2001), "All By Hisself: Live at the Lonestar" (2003), "N'Awlinz: Dis Dat or d'Udda" (2004), "Live at Montreux, 1995" (2005), "Sippiana Hericane" (2005) und "Mercernary" (2006).
Dr. John spielte im Laufe der Jahre auf Hunderten von Platten, spielte auf Blues und Jazz Festivals. Sein Stil baut auf den Sound von New Orleans. Seinem Vater gehörte ein Plattenladen, in dem es 'race records' zu kaufen gab. Außerdem reparierte er die Lautsprecheranlagen in den Club von New Orleans. Im berühmten Cosimo Matassa's J & M Studio traf der junge Mac auf Künstler wie Professor Longhair, Huey "Piano" Smith, James Booker und Allen Toussaint, die sein Pianospiel alle sehr beeinflussten. Er erlernte auch das Gitarrenspiel. 1961 schoss er sich bei einer Prügelei in einem Club die Fingerkuppe seines Ringfingers aus versehen ab. Er wollte seinem Gegner die Pistole aus der Hand reißen, als sich ein Schuss löste. Danach spielte er statt Gitarre nur noch Bass - und natürlich Piano.
Mac gründete seine erste eigene Band, die >Domino's<, als er noch Schüler war. 1956 wurde er Profimusiker im Studio von Cosimo Matassa. In den frühen 60er Jahren schrieb er erste eigene Lieder. In der Mitte der 60er Jahre ging er als Studiomusiker nach Los Angeles und spielte auf Platten von Phil Spector, den >O-Jays<, Bobby Darin, Sam Cooke und Sonny and Cher. 1968 nannte er sich 'Dr. John The Night Tripper' und veröffentlichte mit "Gris-Gris" ein erstes Soloalbum. 1971 erschien "Sun Moon And Herbs", auf dem als Gäste Eric Clapton und Mick Jagger mitwirkten. 1972 kam "Gumbo", auf dem wieder seine Liebe zu New Orleans deutlich wurde - darauf Stücke wie "Iko Iko", "Tipitina", "Those Lonely, Lonely Nights", "Stack-A-Lee" und ein Medley von "Piano" Smith-Nummern.

Durch die 80er Jahre war Mac ein gesuchter Sessionmusiker, der auf Platten von Johnny Winter, James Taylor, Buddy Guy, Van Morrison, B.B. King, Luther Allison und vielen anderen spielte.
Im Laufe seiner Karriere gewann Dr. John sechs Grammy Awards für:
1989 Best Jazz Vocal Performance, Duo Or Group - "Makin' Whoopee"
1992 Best Traditional Blues Album - „Goin' Back To New Orleans“
1996 Best Rock Instrumental Performance - "SRV Shuffle"
2000 Best Pop Collaboration With Vocals - "Is You Is, Or Is You Ain't (My Baby)"
2008 Best Contemporary Blues Album - „City That Care Forgot“
2013 Best Blues Album - „Locked Down“

Mac starb am 6.6.2019 nach einem Herzinfarkt.


31. Mai 2019
 
Roky Erickson – * 15.7.1947 - US-Sänger, Pianist, Gitarrist und Songschreiber mit >13th Floor Elevators<, geboren als Roger Kynard Erickson in Dallas/Texas. Er gründete 1965 in Austin/Texas diese Psychedelic- Garagengruppe, die über einen Kultstatus nie hinauskam. 1969 fiel die Band auseinander. Erickson musste wegen Marihuana-Abhängigkeit für drei Jahre in einen Entzug. Von 1973 bis 1987 trat er wieder auf. In den frühen 90er Jahren lebte er von zweihundert Dollar Sozialhilfe im Monat. Gruppen wie zum Beispiel R.E.M. oder ZZ Top veröffentlichten ein Tribute-Album für Roky Erickson, um ihn finanziell zu unterstützen. 1995 erschien sein Album "All That May Do My Rhyme".
Roky starb in Austin/Texas am 31.5.2019.

 
30. Mai 2019
 
Leon Redbone - * 26.8.1949 - Kanadischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber, geboren mit armenischen Vorfahren auf Zypern als Dickran Gobalian. Von Zypern zog er nach London und schließlich 1964 nach Toronto. Seinen Bariton kennen die Amerikaner von vielen TV-Commercials. Mitte der 70er Jahre wurde er durch die TV-Sendung "Saturday Night Live" bekannt. Er spezialisierte sich auf Musik der frühen 1920er und 30er Jahre Jahre, auf Jazz, Blues und die Klassiker der sogenannten Tin-Pan-Alley-Popularmusik. Redbone hat mittlerweile fünfzehn Musikalben veröffentlicht.
Er nahm eine Reihe von wirklich schönen Alben auf, die allerdings nicht die Renner waren. Sein erfolgreichstes Album wurde "Double Time" (1/77 US-LP 38).
Redbone starb am 30.5.2019 an den Folgen seiner Demenz. Er lebte zum Zeitpunkt seines Todes in einem Hospiz in New Hope/Pennsylvania.


13. Mai 2019
 

Doris Day - * 3.4.1922 - US-Schauspielerin und Sängerin, richtiger Name Doris Marianne Kappelhoff, geboren in Evanston/Ohio als Tochter deutscher Einwanderer in der 3. Generation. Doris wollte Tänzerin werden - verletzte sich jedoch bei einem schweren Autounfall an den Beinen und entschied sich für den Gesang. Sie begann ihre Karriere Ende der 30er Jahre in der Band von Barney Rapp, der in Cincinnati, der Heimatstadt von Doris, neben einer eigenen Band auch einen eigenen Nachtclub leitete. Barney war es, dem der Nachname Kappelhoff nicht zusagte und der Doris empfahl, sich Day zu nennen - nach ihrem zu diesem Zeitpunkt besten Gesangsstück "Day After Day". Die nächsten Stationen waren die Bands von Fred Waring und Bob Crosby.
Zwischen 1943 und 1946 war Doris die Sängerin der >Les Brown Band<. Die Top-40-Hits: "Sentimental Journey" (3/45 US 1), "My Dreams Are Getting Better All The Time" (3/45 US 1), "'Tain't Me" (6/45 US 10), "Till The End Of Time" (8/45 US 3), "Aren't You Glad You're You?" (11/45 US 11), "Come To Baby, Do" (12/45 US 11), "You Won't Be Satisfied (Until You Break My Heart)" (1/46 US 4), "Day By Day" (3/46 US 15), "I Got The Sun In The Morning" (6/46 US 10), "The Whole World Is Singing My Song" (10/46 US 6), "The Christmas Song (Merry Christmas To You)" (1/47 US 12) und "Sooner Or Later" (1/47 US 8).
Ab Ende 1947 erschienen dann die Platten unter ihrem Namen - die Top-40-Hits: "Love Somebody" (5/48 US 1), "Confess" (5/48 US 16), "It's Magic" (7/48 US 2), "My Darling, My Darling" (11/48 US 7), "Powder Your Face With Sunshine (Smile! Smile! Smile!)" (2/49 US 16), "Again" (5/49 US 2), "Everywhere You Go" (6/49 US 22), "Let's Take An Old-Fashioned Walk" (8/49 US 17) mit Frank Sinatra, "(Where Are You) Now That I Need You" (8/49 US 20), "Canadian Capres (Cuttin' Capres)" (10/49 US 15), "(There's A) Bluebird On Your Windowsill" (10/49 US 19), "Quicksilver" (1/50 US 20), "I Said My Pajamas (And Put On My Pray'rs)" (3/50 US 21), "Enjoy Yourself (It's Later Than You Think)" (3/50 US 24), "Hoop-Dee-Doo" (5/50 US 17), "Bewitched" (5/50 US 9), "I Didn't Slip - I Wasn't Pushed - I Fell" (6/50 US 19), "A Bushel And A Peck" (11/50 US 16), "Wouldn't I Love You (Love You, Love You)" (3/51 US 10), "(Why Did I Tell You I Was Going To) Shanghai" (6/51 US 7), "Domino" (11/51 US 21), "A Guy Is A Guy" (3/52 US 1), "Sugarbush" (6/52 US 7, 11/52 GB 8) mit Frankie Laine, "When I Fall In Love" (8/52 US 20), "No Two People" (10/52 US 25) mit Donald O'Connor, "My Love And Devotion" (11/52 GB 10), "A Full Time Job" (12/52 US 20, 4/53 GB 11) mit Johnnie Ray, "Mister Tap Toe" (1/53 US 10), "Ma Says Pa Says" (4/53 GB 12), "Candy Lips" (6/53 US 17) mit Johnnie Ray, "Let's Walk Thata-Way" (7/53 GB 4) mit Johnnie Ray, "Choo Choo Train (Ch-Ch-Foo)" (9/53 US 20), "Secret Love" (1/54 US 1, 4/54 GB 1), "I Speak To The Stars" (4/54 US 16), "Black Hills Of Dakota" (8/54 GB 7), "If I Give My Heart To You" (9/54 US 3, 10/54 GB 4), "Ready Willing And Able" (4/55 GB 7), "I'll Never Stop Loving You" (7/55 US 13, 10/55 GB 17), "Love Me Or Leave Me" (9/55 GB 20), "Whatever Will Be, Will Be (Que Sera, Sera)" (6/56 US 2, 6/56 GB 1, 1/57 D 2) - aus dem Alfred Hitchcock Krimi "Der Mann der zuviel wußte", "A Very Precious Love" (6/58 GB 16), "Everybody Loves A Lover" (7/58 US 6, 8/58 GB 25, 10/58 D 15) und "Move Over Darling" (3/64 GB 8).
Ihre erfolgreichsten Alben waren "You're My Thrill" (9/49 US-LP 5), "Young Man With A Horn" (4/50 US-LP 1) mit Harry James, "Tea For Two" (10/50 US-LP 3), "Lullaby Of Broadway" (4/51 US-LP 1), "On Moonlight Bay" (8/51 US-LP 2), "I'll See You In My Dreams" (2/52 US-LP 1), "By The Light Of The Silvery Moon" (5/53 US-LP 3), "Calamity Jane" (12/53 US-LP 2) mit Howard Keel, "Young At Heart" (2/55 US-LP 11), "Love Me Or Leave Me - Soundtrack" (6/55 US-LP 1), "Day By Day" (2/ 57 US-LP 11), "20 Golden Greats" (1/79 GB-LP 12) und "Greatest Hits" (11/93 GB-LP 14).
1948 drehte sie unter der Regie von Michael Curtiz ihren ersten Film: "Zaubernächte in Rio". Ab 1949 gehörte Doris zu den beliebtesten US-Schauspielerinnen, die sich den Spitznamen 'Jungfrau vom Dienst' einhandelte. Bezeichnend für ihren Schauspielstil war ihr natürliches und unaffektiertes Wesen. Dazu kam eine gehörige Portion komisches Talent, das allerdings nie mit einem Oscar belohnt wurde. Zu ihren großen Filmerfolgen gehören "Bettgeflüster" (1959), "Mitternachtsspitzen" (1960) und "Ein Hauch von Nerz" (1961). Es durfte wohl in der Tat nur ein Hauch von Nerz sein, denn von Doris Day stammt der Ausspruch, dass es ein Verbrechen ist, ein Tier zu töten, um daraus einen Mantel zu machen.
Ende der 60er Jahre drehte sie ihren letzten Film. Danach zog sie nach Carmel/Kalifornien. Dort betrieb sie bis in das 21. Jahrhundert mit ihrem einzigen Sohn - Terry Melcher - ein kleines Hotel - das 'Cypress Inn' - und wurde eine leidenschaftliche Tierschützerin, die mit der 'Doris Day Animal League' eine eigene Stiftung gründete.
Und noch einmal eine Hitzusammenstellung von ihr: "The Magic Of Doris Day" (2/07 GB-LP 20).

2011 kam die Meldung: 'Die Hollywood-Ikone Doris Day sorgt musikalisch im Jahr 2011 für Überraschungen. Denn neben drei Evergreens aus ihrem 650 Songs umfassenden Œuvre enthält das neue Album "My Heart" (9/11 GB-LP 9) auch Interpretationen großer Rock- und Pop-Klassiker, darunter Joe Cockers Trademark-Ballade "You Are So Beautiful", Lovin Spoonfuls 1966er-Hit "Daydream" und "Disney Girls" der Beach Boys. 'Ich musste einige moderne Songs singen', erklärt Doris Day, 'denn die alten habe ich ja alle schon gesungen'. Das Album enthält allerdings auch einige Neu-Kompositionen, die Doris Days Sohn Terry Melcher (* 8.2.1942, + 19.11.2004 - er starb an Hautkrebs in Beverly Hills/Kalifornien) vor seinem Tod zusammen mit Beach-Boys-Mitglied Bruce Johnston geschrieben hatte, darunter das Titelstück "My Heart", "The Way I Dreamed It", "Heaven Tonight" und "Happy Endings". Letzteres wurde von Melcher selbst gesungen und enthält ein Spoken-Word-Intro seiner Mutter. Darüber hinaus findet sich unter den zwölf Stücken auch der Song "Ohio" aus der Broadway-Show 'Wonderful Town' – eine Reminiszenz an den US-Bundesstaat, in dem Doris Day geboren wurde. Das Material von Doris Day stammt teilweise noch aus den 80´ern und wurde für eine TV-Sendung konzipiert, die nie zustande kam. Die Rechte dafür sind erst im letzten Jahr an Sony Music übertragen worden - daher die späte Veröffentlichung. Es sind alles neue Titel, die vorher noch nicht auf Tonträgern erschienen sind!'
Doris starb am 13.5.2019 in Carmel/Kalifornien, wo sie die letzten Jahrzehnte ihre Lebens verbrachte.


09. Mai 2019

 

Preston Epps - * 19.7.1930 – US-Bongospieler, Drummer und Songschreiber, geboren als Pretson Eugene Epps in Mangum/Oklahoma, aufgewachsen in Oakland/Kalifornien. Während er im Koreakrieg bei der Air Force auf Okinawa stationiert war, hatte er Schlagzeugspielen erlernt. Zurück in den USA spiele er z.B. die Percussion auf dem Hit „Earth Angel“ von den >Penguin<. Der DJ Art Laboe entdeckte Epps und nahm ihn für sein gerade gegründetes Label Original Sound Records unter Vertrag. Epps' "Bongo Rock" wurde der erste Hit für diese Firma, aufgenommen im April 1959 im Sunset Sound Studio in Hollywood mit Musikern wie Barney Kessel, Rene Hall, Earl Palmer, Red Callender und Ernie Freeman.
Auch 2002 spielte er in Clubs im südlichen Kalifornien immer noch seine Bongos - dabei hatte er seinen einzigen Hit 1959: "Bongo Rock" (5/59 US 14). Es folgten Titel wie "Bongo In The Congo", "Bongo Rocket", "Bongo Boogie", "Flamenco Bongo", "Mr. Bongo" oder "Bongo Shuffle" - alle fielen durch. Die >Incredible Bongo Band< spielte den "Bongo Rock" 1973 nach. Geschrieben wurde das Stück von Epps und einem gewissen Arthur Egnoian - das war ein Pseudonym Art Laboe. Epps spielte 1969 im Film "Girl In Gold Boots" mit.Nach dem Hit spielte Epps zusammen mit Musikern wie Ray Charles, Jackie Wilson, Little Richard, Johnny Otis, Sam Cooke, Jewel Akens und Robert 'Bumps' Blackwell. Mit 85 hatte er 2015 seinen letzten großen Auftritt vor 3.000 Zuschauern im Tiki Oasis in San Diego.
Preston starb am 9.5.2019 in Los Angeles.


05. Mai 2019


J.R.Cobb - * 5.2.1944 - US-Leadgitarrist und Songschreiber, geboren in Birmingham/Alabama als James Barney Cobb, aufgewachsen in Jacksonville/Florida. Nach der Highschool wurde Cobb Schweißer – Arbeitskollegen hatten eine Band gegründet und baten ihn, als Gitarrist mitzuspielen. Zuerst hießen sie >Emeralds<, dann Classics< und schließlich ab 1965 >Classics IV<.
Die Top-40-Hits: "Spooky" (12/67 US 3), "Stormy" (10/68 US 5), "Traces" (2/69 US 2), "Everyday With You Girl" (5/69 US 19) und "What Am I Crying For?" (10/72 US 39).
1970 wurde Cobb Sessiongitarrist in Doraville/Georgia. Zusammen mit Classics 4 Mitgliedern und Mitgliedern der >Candymen<, der Begleitgruppe von Roy Orbison, gründete er die Formation >Atlanta Rhythm Section<.
Deren Top-40-Hits: "Doraville" (10/74 US 35), "So In To You" (1/77 US 7), "Imaginary Lover" (3/78 US 7), "I'm Not Gonna Let It Bother Me Tonight" (6/78 US 14), "Do It Or Die" (5/79 US 19), "Spooky" (8/79 US 17) und "Alien" (8/81 US 29).
Cobb starb am 5.5.2019 nach einem Herzanfall in Monticello/Georgia - dort wohnte er seit 30 Jahren mit seiner Familie.



19. April 2019
 
Martin Böttcher - * 17.6.1927 - Komponist und Orchesterleiter, der ab 1952 die Musik für über 60 Filme schrieb, geboren in Berlin. Die musikalische Karriere startete der Urenkel eines Weimarer Hofkapellmeisters im Nordwestdeutschen Rundfunk. Nebenbei sammelte er Erfahrungen als Assistent von Filmkomponisten. 1955 gab Böttcher sein Debüt mit der Filmmusik zu der Militärsatire "Der Hauptmann und sein Held". Besonders Karl-May- und Edgar-Wallace-Filme wurden mit seinen Melodien unterlegt.
Seine einzige Top-40-Hitnotierung war die "Winnetou-Melodie" (1/65 D 35). Außerdem schrieb er unzählige Stücke für Fernsehserien, so z. B. für "Sonderdezernat K 1", "Der Alte" oder Derrick", 1989 schrieb er den Soundtrack zu "Forsthaus Falkenau". Unter dem Pseudonym Michael Thomas schrieb er die Nummer "Hawaii Tattoo" (12/61 D 4, 12/64 US 33) der >Waikikis<.
Später lebte Martin abwechselnd im Schweizer Kanton Tessin oder auf Sardinien. Am 25.1.2004 wurde ihm in St. Moritz das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Martin starb am 19.4.2019.
 


15. April 2019

 

Les Reed - * 24.7.1935 - GB-Tastenspieler, Klarinettist, Orchesterchef und Songschreiber, geboren in Woking/Surrey als Leslie David Reed. Er begann seine Karriere bei den >John Barry Seven<. Er trat mit der Band in der BBC-TV-Serie ‚Drumbeat‘ (BBC) auf. Bei der Original Filmmusik zu ‘James Bond – Dr. No‘ spielte Reed Piano. Ab Mitte der 60er Jahre war er als Songschreiber erfolgreich mit Titeln für die Applejacks, Herman's Hermits, Tom Jones, P. J. Proby, Dave Clark Five, Des O'Connor, Mireille Mathieu oder Engelbert.
Zu seinen größten Erfolgen gehören „It’s Not Unusual“ mit Tom Jones, „Tell Me When“ mit den >Applejacks<, „Here It Comes Again“ mit den >Fortunes<, „The Last Waltz“ mit Engelbert, „There’s A Kind Of Hush“ mit >Herman’s Hermits<, „Everybody Knows“ mit >Dave Clark Five<, „Delilah“ mit Tom Jones, „Kiss Me Goodbye“ mit Petula Clark, „Les Bicyclettes De Belsize“ mit Engelbert, „When We Were Young“ mit Solomon King, „Winter World Of Love“ Engelbert, „Daughter Of Darkness“ mit Tom Jones.
Die Deutsche Diskjockey-Organisation empfahl den Titel "Man Of Action" vom Les Reed Orchestra als Erkennungsmelodie für ihre Mitglieder.
Les starb am 15.4.2019.
 

 

13. April 2019
 
Paul Raymond - * 16.11.1945 – GB-Keyboarder und Gitarrist, geboren in St Alabns/Hertfordshire als Paul Martin Raymond. Er spielte mit >Plastic Penny<, >Chicken Shack<, >Savoy Brown<, >UFO<, >Michael Schenker Group<, >Waysted<.
Paul starb am 13.4.2019 nach einem Herzinfarkt.


12. April 2019
 
Johnny Hutchinson - * 18.7.1940 - GB-Schlagzeuger, Sänger und Songschreiber, geboren auf Malta. Er gehörte Anfang der 60er Jahre zu den Gründungsmitgliedern von >Cass & The Casanovas<, der Band von Casey Jones. 1962 schmiss man Jones aus der Gruppe und nannte sich jetzt >Big Three<. Das sollte eine Anspielung auf die Größe der Musiker sein. Brian Epsteine nahm sie unter Vertrag - trotzdem blieb der Erfolg eher mäßig: "Some Other Guy" (4/63 GB 37) und "By The Way" (7/63 GB 22).
Wegen des ausbleibenden Erfolgs schmiss sie Epstein aus dem Vertrag und noch 1963 löste sich die Band auf.
Hutchinson starb am 12.4.2019.
 

26. März 2019
 
Ranking Roger - * 21.2.1961/3 - GB-Schlagzeuger und Sänger, richtiger Name Roger Charlery, geboren in Birmingham. Er begann als Schlagzeuger für die Punkband Dum Dum Boys. Im Mai 1979 wurde er Mitglied bei >Beat< - in den USA hieß die Band >English Beat<.
Die Top-40-Hits für The Beat: "Tears Of A Clown/Ranking Full Stop" (12/79 GB 6), "Hands Off - She's Mine" (2/80 GB 9), "Mirror In The Bathroom" (5/80 GB 4), "Best Friend/Stand Down Margaret (Dub)" (8/80 GB 22), "Too Nice To Talk To" (12/80 GB 7), "Drowning/All Out To Get You" (4/81 GB 22), "Doors Of Your Heart" (6/81 GB 33) und "Can't Get Used To Losing You" (4/83 GB 3).
Die erfolgreichsten Alben: "Just Can't Stop It" (5/80 GB-LP 3), "Wha'ppen" (5/81 GB-LP 3), „Special Beat Service“ (10/82 – GB-LP 21, 11/82 US-LP 39), "What Is Beat? (The Best Of The Beat)" (6/83 GB-LP 10) und "BPM ... The Very Best Of The Beat" (2/96 GB-LP 13).
Als diese Gruppe Juli 1983 auseinanderfiel, machte Ranking mit Dave Wakeling, ebenfalls Mitglied bei Beat, die neue Formation >General Public<. 1988 erschien sein Soloalbum "Radical Departure".
Im August 2018 wurde Roger wegen des Verdachts auf einen Herzanfall in ein Krankenhaus eingeliefert. Geplante Konzerte in GB und den USA wurden abgesagt. Die Band hatte grade ein neues Album aufgenommen und Roger seine Bio 'I Just Can't Stop It' geschrieben, die für Mitte 2019 angekündigt wurde. Im Januar 2019 wurde bekannt, dass Roger eine Operation an zwei Gehirntumoren bevorstand – und dass er seinen entdeckten Lungenkrebs bekämpfen müsse.
Er starb schließlich zu Hause am 26.3.2019.



22. März 2019
 
Scott Walker - * 9.1.1943 - US-Sänger und Bassist bei dem 1964 in Los Angeles gegründeten Trio >Walker Brothers<, geboren in Hamilton/Ohio als Noel Scott Engel. In GB hatten sie mehr Erfolg als in ihrer Heimat - Scott nahm irgendwann die britische Staatsbürgerschaft an. Ihre erste Hitnotierung war "Love Her" (5/65 GB 20).

Es folgten die Top-40-Hits "Make It Easy On Yourself" (8/65 GB 1, 10/65 US 16), "My Ship Is Coming In" (12/65 GB 3), "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" (3/66 GB 1, 4/66 US 13, 5/66 D 4), "(Baby) You Don't Have To Tell Me" (7/66 GB 13, 7/66 D 21), "Another Tear Falls" (9/66 GB 12, 11/66 D 24), "Deadlier Than The Male" (12/66 GB 34), "Stay With Me Baby" (2/67 GB 26) und "Walking In The Rain" (5/67 GB 26). Ihre erfolgreichsten LPs waren "Take It Easy" (12/65 GB-LP 3), "The Walker Brothers" (7/66 D-LP 7), "Portrait" (9/66 GB-LP 3, 11/66 D-LP 8), "Images" (3/67 GB-LP 6, 5/67 D-LP 23) und "Walker Brothers' Story" (9/67 GB-LP 9), "No Regrets - The Best Of Scott Walker And The Walker Brothers 1965 - 1976" (1/92 GB-LP 4).
Im Mai 1967 trennten sich die Walker Brothers und versuchten sich als Solisten. Scott hatte Erfolge mit "Jackie" (12/67 GB 22), "Joanna" (5/68 GB 7) und "Lights Of Cincinatti" (6/69 GB 13) und den Alben "Scott" (9/67 GB-LP 3), "Scott 2" (4/68 GB-LP 1), "Scott 3" (4/69 GB-LP 3) und "Songs From His TV Series" (7/69 GB-LP 7).

Mitte der 70er Jahre traten die drei erneut als Walker Brothers auf. Hit: "No Regrets" (1/76 GB 7). 1984 erschien erneut eine Solo-LP unter dem Namen Scott Walker. 1987 machte er in GB TV-Werbung für Softdrinks. Seine erfolgreichsten Alben: "No Regrets - The Best Of Scott Walker And The Walker Brothers" (1/92 GB-LP 4) brachte ihn und die Gruppe noch einmal in die Charts. Als Solist gelang Scott der Album-Hit "Tilt" (5/95 GB-LP 27).
2001 produzierte er ein Album der Gruppe >Pulp<: "We Love Life" (11/01 GB-LP 6). 2006 kam mit "The Drift" ein weiteres Soloalbum von Scott Walker. Im Juni 2006 erschien zum 40jährigen Jubiläum von "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" eine Box mit 5 CDs der Walker Brothers. Darin - neben den Hits - zahlreiche bisher unveröffentlichte Tracks.
Scott starb am 22.3.2019 in London.
 




16. März 2019
 
Dick Dale - * 4.5.1937 - US-Gitarrist und Songschreiber, geboren als Richard Anthony Monsour in Boston/Massachusetts. Schon als Teenager zog er mit seinen Eltern nach Kalifornien. Hier entwickelte er einen sehr eigenen Gitarrenstil, der später von den >Beach Boys< oder den >Chantays< kopiert wurde. Dick galt als der 'King Of The Surf Guitar'. Seine erste und größte Hitnotierung war "Let's Go Trippin'" (11/61 US 60) - die Platte war drei Monate vor dem ersten Hit der Beach Boys in den US-Charts. Eine seiner bekanntesten Nummern ist "Misirlou". Die Vorlage zu diesem Stück lieferte ein Superhit aus Griechenland, der dort in den 40er Jahren erfolgreich war. Der Vater von Dick war Libanese - der Sohn hat etliche Melodien rund um das Mittelmeer und den Vorderen Orient in seinen Titeln verbraten. 1965, nachdem Dick gesehen hatte, dass alle anderen mit der Surfmusik erfolgreich waren, nur er nicht, verließ er das Musikgeschäft. 1970 ließ er seine Gruppe >Del-Tones< wieder auferstehen, nachdem ihm in etlichen Operationen Krebsgeschwüre entfernt worden waren. Die Ärzte hatten ihn bereits aufgegeben und ihm nur noch wenige Monate Leben prognostiziert. In den 70er und 80er Jahren trat er mit wechselnden Musikern auf. 1987 sah man ihn neben Frankie Avalone und Annette Funicello im Film "Back To The Beach" - er und Stevie Ray Vaughan spielten zusammen die Nummer "Pipeline", die sogar eine Nominierung als 'Best Rock Instrumental' bei der Grammy-Verleihung erhielt. 1993 ging er auf die erste Tournee durch die gesamten USA - bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich seine Auftritte vorwiegend in Kalifornien abgespielt. 1994 wurden auch die Kids wieder auf Dick Dale aufmerksam: der Titel "Misirlou" war am Anfang des Erfolgfilms 'Pulp Fiction' zu hören.
Dick starb am 16.3.2019.
 


05. März 2019

Jacques Loussier * 26.10.1934 - Französischer Pianist und Arrangeur, geboren in Angers. Er kam aus der Klassik, als er Ende der 50er Jahre mit jazzigen Bearbeitungen klassischer Themen erfolgreich wurde. Besonders Johann Sebastian Bach hatte es ihm angetan. Zusammen mit Pierre Michelot und Christian Garros gründete er das >Jaques Loussier Trio<. Seine Alben "Play Bach No.1,2,3" (7/62 D 5) und "Play Bach No. 4" (3/64 D 5) fanden besonders viele Käufer in Deutschland. Er starb am 5.3.2019.



04. März 2019
 
Keith Flint - * 17.9.1969 - GB-Sänger und Frontmann der Gruppe >Prodigy<, geboren in Braintree/Essex. Er begann seine Karriere Ende der 80er Jahre als Background-Tänzer in der Gruppe >Cut To Kill<. Aus dieser Gruppe wurde 1990 Prodigy, die sich zu einer Hardcore-Techno-Punk-Rave-Rock-Band entwickelten. In den Anfangstagen spielte Keith mehr den Softie-Hippie. Im März 1991 erschien die erste Platte der Gruppe - es war die EP "What Evil Lurks/We Gonna Rock/Android/Everybody In The Place", die nicht die Charts erreichte.
Es folgten die Top-40-Hits: "Charly" (8/91 GB 3), "Everybody In The Place (EP)" (1/92 GB 2), "Fire/Jericho" (9/92 GB 11), "Out Of Space/Ruff In The Jungle Bizness" (11/92 GB 5, 2/93 D 15), "Wind It Up (Rewound)" (4/93 GB 11), "One Love" (10/93 GB 8), "No Good (Start The Dance)" (5/94 GB 4, 6/94 D 4), "Voodoo People" (9/94 GB 13), "Poison" (3/95 GB 15), "Firestarter" (3/96 GB 1, 4/96 D 6, 1/97 US 30), "Breathe" (11/96 GB 1, 11/96 D 8) und "Smack My Bitch Up" (11/97 GB 8). 1993 kommentierte die Plattenfirma die neue Veröffentlichung von Prodigy mit den Worten: 'Die Sounds und Beats scheinen aus anderen Welten, der Gesang vom guten Donald Duck zu stammen.'
Ihr Debütalbum hieß "Experience" (10/92 GB-LP 12), danach folgten die Knüller "Music For The Jilted Generation" (7/94 GB-LP 1) und "The Fat Of The Land" (7/97 GB-LP 1, 7/97 D-LP 1, 7/97 US-LP 1).
Mit der Nummer "Firestarter" änderte Keith sein Image - er wurde vom harmoniesüchtigen Softie zum rasenden Ravepunker und ließ auf der Bühne 'die Sau raus'. Keith: 'Ich war ein verdammter Hippie, ein Waschlappen mit schulterlangen Haaren und verblödetem Ecstasy-Grinsen. Ich machte Schluß mit der Droge und wurde innerhalb von Wochen ein neuer Mensch. Heute verliere ich auf der Bühne komplett den Verstand. Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht mal aus Versehen bei meiner Show umbringe. Ich werde echt gefährlich und bekomme die Energie eines angreifenden Tigers. Wehe dem, der mir dann in die Quere kommt'. Seine Markenzeichen wurden nun seine rot gefärbten Teufelshörner auf seinem ansonsten kahlgeschorenen Kopf, eine gepiercte Zunge und ein sechs Zentimeter langer Silberpfeil durch die Nase. Freimütig bekannte Keith: 'Ich kann nicht singen, aber lauter schreien als alle anderen. Deshalb bin ich Shouter'. In den Single-Charts ging es weiter mit "Baby's Got A Temper" (7/02 GB 5, 7/02 D 37). Für 2003 hat Keith ein Soloalbum geplant.
2004 erschien von Prodigy "Always Outnumbered Never Outgunned" (9/04 GB-LP 1, 9/04 D-LP 6). Als Single kam "Girls" (9/04 GB 19).
"Voodoo People/Out Of Space" (10/05 GB 20). "Their Law - The Singles 1990-2005" (10/05 GB-LP 1).
2009 kamen Prodigy mit "Omen" (2/09 GB 4, 2/09 D 28) in die Charts zurück - die Briten schrieben, Prodigy wären die 'Great survivors of the golden age of rave music'. Die Single stammte vom neuen, (dem fünften Studio-) Album "Invaders Must Die" (3/09 D-LP 3, 3/09 GB-LP 1), das am 7.3. auf Platz 1 in GB einstieg. Vom Album auch "Warrior's Dance" (4/09 GB 9) und "Take Me To The Hospital" (9/09 GB 38). Dann "World's On Fire - Live" (6/11 D-LP 15, 6/11 GB-LP 5), "It's A Man's Worls!" (11/12 D-LP 16), "The Day Is My Enemy" (4/15 D-LP 6, 4/15 GB-LP 1) - eingestiegen auf 1 am 11. 4..
Keith Flint starb am 4.3.2019. Angeblich beging er Selbstmord.
 


28. Februar 2019

André Previn - * 6.4.1929 - In Berlin als Andreas Ludwig Priwin geborener Pianist, Komponist und Dirigent. 1939 floh die Familie über Paris nach New York. Ab 1950 gehörte er zu den erfolgreichsten Arrangeuren und Komponisten in Hollywood - und dort vor allem für MGM.Mit Oscars wurden seine Musik für „Gigi“ (1958), „Porgy & Bess“ (1959), „Irma La Douce“ (1963) und „My Fair Lady“ (1964) bedacht. In mehr als 50 Filmen war seine Musik zu hören.

In den 70er Jahren war er längere Zeit Leiter des London Symphony Orchestra. Zwischen 1970 und 1979 war er der Ehemann von Mia Farrow. Am 1.8.2002 heiratete er Anne-Sophie Mutter.
Seine erfolgreichsten Alben waren "André Previn at the Piano" (8/48 US-LP 6), "Three Little Words" (9/50 US-LP 4) und "Secret Songs For Young Lovers" (6/59 US-LP 16).
André starb am 28.2.2019 in seiner Wohnung in Manhattan.

 


25. Februar 2019
Mark Hollis - * 4.1.1955 - GB-Sänger, Gitarrist, Tastenspieler und Songschreiber, geboren mit den Vornamen Mark David in Tottenham/London. 1977 gründete Hollis die Gruppe >Reaction<. 1978 erschien die Single "I Can't Resist", die kein Erfolg wurde. Für ein Punkalbum mit diversen Bands nahm Reaction den Titel "Talk Talk" auf. Wieder kein Erfolg. 1979 fiel Reaction auseinander, und erst 1981 begann Hollis wieder mit neuen Demoaufnahmen. Sein Bruder Ed Hollis, Manager von Eddie & The Hot Rods, der auch schon Reaction unterstützt hatte, brachte Bruder Mark mit Harris und Webb zusammen. Später kam noch Brenner hinzu. Sie probten Stücke, die Hollis geschrieben hatte, und nannten sich nun >Talk Talk<. Ende 1981 erhielten sie einen Plattenvertrag von der EMI, die von den Demos, entstanden unter der Regie von Rolling-Stones-Produzent Jimmy Miller, beeindruckt war. Im Frühjahr 1982 erschien die Single "Mirror Mirror", die die Hitparade verfehlte. Die Nachfolgesingle "Talk Talk" (4/82 GB 52, 11/82 RE-GB 23) wurde die erste Chartnotierung.
Die Top-40-Hits: "Today" (7/82 GB 14), "It's My Life" (1/84 GB 46, 3/84 US 31, 12/84 D 33, 5/90 RE-GB 13), "Such A Shame" (7/84 D 2), "Dum Dum Girl" (8/84 D 20), "Another Word" (9/84 D 25), "Life's What You Make It" (12/85 D 24, 1/86 GB 16, 9/90 RE-GB 23) und "Living In Another World" (3/86 D 34).
Im Frühjahr 1983 hatte sich Brenner von der Formation getrennt. Sein Ersatz wurde Tim Friese-Greene, der zwar als offizielles Mitglied nie genannt wurde, jedoch Keyboard spielte, mit Hollis fast alle Stücke gemeinsam schrieb und außerdem die meisten Stücke produzierte.
Die Hitalben: "It's My Life" (2/84 GB-LP 35, 6/84 D-LP 4), "The Colour Of Spring" (3/86 GB-LP 8, 3/86 D-LP 11) - auf drei Stücken ist als Gastmusiker Steve Winwood zu hören - und "Spirit Of Eden" (9/88 GB-LP 19) 1989 trennte sich die Band von der EMI und ging zu Polydor. Daraufhin veröffentlichte die EMI alte Aufnahmen neu und das Album "Natural History: The Very Best Of Talk Talk" (6/90 GB-LP 3). 1991 veröffentlichte Hollis sein erstes Soloalbum.
'Danach wurde es still um ihn. Er hatte gesagt, was er sagen wollte, wandte sich vom Musikbusiness ab. Das Echo kümmerte ihn nicht. Als ein Tribute-Album mit Talk-Talk-Songs vor ein paar Jahren erschien, berichteten Vertraute, dass Hollis ein „normales Leben“ führe. Alle paar Monate tauche er im Büros seines Managers auf. „Wir trinken einen Kaffee, quatschen meistens über Fußball. Es ist, als habe er einfach nur den Job gewechselt.“ Wenn er gefragt würde, ob mal wieder ein neues Album drin sei, antworte er stets. „Das habe ich hinter mir. Ausrufezeichen.“' schrieb der Tagesspiegel am 26.2.2019 – einen Tag, nachdem Hollis gestorben ist.

 




21. Februar 2019
 
Gus Backus - * 12.9.1937 - US-Sänger. Richtige Vornamen Donald Edgar, geboren in Southampton/Long Island/New York. 1957 kam er zur 1955 gegründeten Formation >Dell-Vikings<, die alle als Mitglieder der Air Force in Pittsburgh stationiert waren. Hits: "Come Go With Me" (2/57 US 4) und "Whispering Bells" (7/57 US 9). Mitte 1957 trennte sich der Kern der Gruppe, ein Teil machte als Dell-Vikings weiter, der andere, dazu gehörte Gus, nahm als >Del Vikings< Platten für Mercury auf. Hit: "Cool Shake" (7/57 US 12). Ende der 50er Jahre wurde Gus Backus in die Bundesrepublik versetzt und blieb nach Beendigung seines Militärdienstes hier. Im Juni 1959 nahm er in Wien mit "Ab und zu", einer Coverversion des Elvis-Hits "A Fool Such As I", eine erste deutschsprachige Platte auf. Zwischen 1960 und 1967 hatte er 20 Titel in der Hitparade.
Seine Top-40-Hits: "Brauner Bär und weiße Taube" (9/60 D 16), "Wooden Heart (Muss i denn zum Städtele hinaus)" (12/60 D 4), "Da sprach der alte Häuptling" (1/61 D 3) - sollte eigentlich "Schön war das Leben, in der Arche Noah" heißen. Erste Aufnahmen ergeben, dass Gus nicht in der Lage, 'Arche' auszusprechen - es wurde immer Arsche draus. Der Texter Peter Wehle hatte eine Stunde Zeit, einen neuen Text zu schreiben. Das Ergebnis war "Da sprach der alte Häuptling" - das Studiopersonal machte das nun erforderliche Indianergeheul und Getrommel, fertig war der Hit - , "Auf Wiedersehn" (6/61 D 15), "Heut kommen d'Engerln auf Urlaub nach Wean" (6/61 D 25), "I bin a stiller Zecher" (8/61 D 11), "Der Mann im Mond" (9/61 D 1), "Sauerkraut-Polka" (1/62 D 2), "Alle Schotten sparen" (1/62 D 12), "No Bier, no Wein, no Schnaps" (4/62 D 7), "Das Lied vom Angeln" (7/62 D 4), "Linda" (8/62 D 4), "Das kleine Wunder vom großen Glück" (12/62 D 20), "Ein bisschen denken beim Schenken" (1/63 D 19), "Er macht mich krank, der Mondschein an der Donau" (4/63 D 8), "Mein Schimmel wartet im Himmel" (7/63 D 12), "Goodbye Baby" (10/63 D 24), "Wenn doch jede Woche mal der Erste wär'" (2/64 D 20), "Bohnen in die Ohr'n" (3/66 D 30) und "Ein Koffer voller Souvenirs" (11/67 D 39). Sein erfolgreichstes Album hieß "Ich hab' mein Herz in Germany verloren" (9/62 D-LP 16).

1972 machte er seine letzten Plattenaufnahmen für Polydor, 1973 kehrte er in die USA zurück. Den Rest der 70er Jahre schien er wie vom Erdboden verschluckt. Selbst ehemalige Schlagerkollegen erklärten auf Befragen nach seinem Verbleib, er sei gestorben. Richtig war, dass er in New Mexico auf den Ölfeldern als Vorarbeiter beschäftigt war.
1986 konnte man ihn bei uns in einer TV-Sendung wieder einmal erleben. Gus versuchte ein Comeback. Nachdem das scheiterte, ging er erneut zurück in die USA. Im Februar 2002 war zu lesen, dass er wieder nach Germering bei München zurückgekehrt ist, weil er seine frühere zweite Ehefrau Heidelore aus den Jahren 1968 bis 1974 erneut heiraten will. Das tat er auch im Mai 2002.
Am 21.2.2019 starb Gus in einem Pflegeheim in Bayern.



Peter Tork * 13.2.1942 – US-Sänger, Keyboard, Bassist und Gitarrist, richtiger Name Peter Halsten Thorkelson, geboren in Washington, D.C.. Er spielte mit den Phoenix Singers, bevor er 1965 Mitglied der >Monkees< wurde. Peter war der erste, der am 30.12.1968 die Gruppe verließ. Um sich aus seinem Vertrag freizukaufen, musste er 160.000 Dollar bezahlen. Etliche Projekte, die er danach startete, gingen voll daneben. Mitte 1970 fielen die Monkees endgültig auseinander. 1981 tourte Peter mit seiner neuen Band New Monks durch Japan. In einem Interview mit dem National Inquire sagte er, er habe in den letzten Jahren als Kellner gearbeitet und sei ansonsten ein 'professioneller ehemals Erfolgreicher'. 1986 waren über die amerikanische Fernsehstation MTV die 52 alten Monkees-Episoden wieder zu sehen - mit großem Erfolg. Daraufhin kamen Peter, Micky Dolenz und David Jones wieder als Monkees zusammen: "That Was Then, This Is Now" (7/86 US 20).
Peter starb am 21.2.2019 - 2009 wurde bei Tork eine seltene Form von Zungenkrebs diagnostiziert. Nach zehn Jahren Kampf gegen die Krankheit starb er in seinem Haus in Mansfield/Connecticut.
 


29. Januar 2019
 
James Ingram - * 14.2.1952 - US-Sänger, Multi-Instrumentalist und Songschreiber, geboren in Akron/Ohio. Nachdem er mit der Formation >Revelation Funk< aufgetreten war, machte er ab Anfang der 80er Jahre Soloplatten. Auf den Platten von Quincy Jones "Just Once" (8/81 US 17) und "One Hundred Ways" (12/81 US 14) wurde James als Vokalist genannt. Quincy Jones nahm ihn danach unter Vertrag für seine Plattenfirma Qwest und schrieb mit ihm den Titel "P.Y.T. (Pretty Young Thing)", der 1982 auf Michael Jacksons Erfolgsalbum "Thriller" zu hören war. Zusammen mit Patti Austin nahm Ingram das Stück "Baby, Come To Me" (4/82 US 73, 10/82 RE-US 1, 2/83 GB 11) auf. Mit Michael McDonald hatte er den Hit "Yah Mo B There" (12/83 US 19, 1/85 GB 12 als Remix). Mit Kim Carnes sang er auf dem Kenny-Rogers-Hit "What About Me?" (9/84 US 15). "Somewhere Out There" (12/86 US 2, 7/87 GB 8) sang James zusammen mit Linda Ronstadt in dem Zeichentrickfilm "An American Tail". "I Don't Have The Heart" (8/90 US 1) wurde, wenn man so will, sein erster und bisher einziger Solohit. Sein erfolgreichstes Album war "It's Your Night" (11/83 US-LP 46, 3/84 GB-LP 25). James starb am 29.1.2019 in seinem Haus in Los Angeles an einem Gehirntumor.
 

26. Januar 2019
 
Ingo Bischof - * 2.1.1951 - Tastenspieler für >Karthago<, >Kraan< und >Guru Guru<, geboren in Berlin-Kreuzberg.Ingo erhielt in seiner Jugend klassischen Klavierunterricht. Nachdem er 1966 mit >Marvin Kemper & The Soul-Group< eine erste Band gegründet hatte, machte er 1969 >Modivations<. Ab 1970 spielte er mit dem Sänger und Gitarristen Joey Albrecht in einer Funk-Rock-Band. 1971 war er Gründungsmitglied von >Kathago<, von 1975 bis 2007 spielte er mit >Kraan< - nebenher allerdings auhc mit >Guru Guru< oder als Studiomusiker für diverse Interpreten wie t.B. Reinhard Mey, Ulrich Roski, Interzone oder Heiner Pudelko. 2008 nahm er in Darmstadt seine erste Solo-CD auf: „Reconstructed“. Ebenfalls 2008 ging er mit dem Projekt >Berlin Blues< der Gitarristen Frank Diez und Alex Conti und mit >Lake< auf Tournee.
Er starb am 26.2.2019.
 
 
Michel Legrand - * 24.2.1932 - Französischer Pianist, Sänger und Komponist, geboren als Michel Jean Legrand in Bécon les Bruyères in der Nähe von Paris. Sein Vater war Raymond Legrand, der unter anderem 1952 Geigenarrangements für Dizzy Gillespie schrieb und Interpreten wie Edith Piaf oder Mauice Chevalier begleitete. Michel ging in die USA und nahm dort Platten u. a. mit Frankie Laine, Ray Charles, Perry Como, Neil Diamond, Ella Fitzgerald, Aretha Franklin, Lena Horne, James Ingram, Jack Jones, Johnny Mathis, Diana Ross, Frank Sinatra, Barbra Streisand, Sarah Vaughan, Shirley Bassey und Nana Mouskouri auf. Er schrieb über 50 Filmmusiken, z. B. 1964 für 'Regenschirme von Cherbourg', - 1968 das Thema "Windmills Of Your Mind" aus 'The Thomas Crown Affair' oder 1972 "Summer Of '42" - in beiden Fällen erhielt er einen Oscar. Insgesamt gewann er drei Oscars und war 13mal nominiert. Außerdem gewann er fünf Grammys.
Seine erfolgreichsten Alben waren "I Love Paris" (11/54 US-LP 9), "Holiday In Rome" (5/55 US-LP 5), "Vienna Holiday" (9/55 US-LP 13) und "Castles In Spain" (6/56 US-LP 9).
Legrand starb am 26.1.2019 in Paris.
 


21. Januar 2019
 

Jetzt starb mit Maxine Brown auch das letzte Mitglied der >Browns<, die in den 50er und 60er Jahren überaus erfolgreich waren.
 

BONNIE BROWN v (USA, * 31.7.1937 in Sparkman/Arkansas, + 16.7.2016 an Lungenkrebs in einem Krankenhaus in Franklin/Tennessee ),  JIM EDWARD BROWN v (USA, * 1.4.1934 in Sparkman/Arkansas, + 11.6.2015),  MAXINE ELLA BROWN v (USA, * 27.4.1931 in Campti/Louisiana, + 21.1.2019)

Schon Ende der 40er Jahre trat Jim mit seiner älteren Schwester Maxine als Duo auf und hatte den Hit "Looking Back To See" (6/54 C&W 8). 1955 kam die jüngere Schwester Bonnie zum Duo, sie wurden ein Trio und nannten sich nun Jim Edward, Maxine & Bonnie Brown. Sie hatten etliche Hits in den Country-Charts, darunter "I Take A Chance" (4/56 C&W 2) und "I Heard The Bluebirds Sing" (9/57 C&W 4). Ab 1958 verkürzten sie sich auf Browns und waren nun auch in den Popcharts vertreten. Mit einer englischsprachigen Version des aus dem Jahre 1945 stammenden Titels "Les Trois Cloches", im Original gesungen von Edith Piaf, hatten die Browns 1959 mit "The Three Bells" einen Platz 1 in der US-Hitparade.
Ein weiterer Top-40-Hits außerhalb der Top 10 war "Scarlet Ribbons (For Her Hair)" (11/59 US 13).
Mitte der 60er Jahre trennten sich die Geschwister. Jim wurde ein Country-Star, der mit "Pop A Top" (5/67 C&W 3)  und "Morning" (10/70 C&W 4, 11/70 US 47) die größten seiner insgesamt rund 40 Solohits hatte. Ab 1976 kam er im Duett mit Helen Cornelius und war mit ihr bis in die 80er Jahre erfolgreich. Die größten Hits von Jim Ed Brown & Helen Cornelius, das 1977 einen Country-Music-Award als das beste Duo des Jahres erhielt: "I Don't Want To Marry You" (7/76 C&W 1), "Saying Hello, Saying I Love You, Saying Goodbye" (11/76 C&W 2) und "Lying In Love With You" (3/79 C&W 2). Die beiden Schwestern machten ein Tonstudio auf.
Die größten Hits der Browns: The Three Bells (7/59 US 1; 9/59 GB 6, 10/59 D 19) und The Old Lamplighter (3/60 US 5)



13. Januar 2019

Bonnie Guitar * 25.3.1923 - US-Gitarristin, Sängerin und Songschreiberin. Richtiger Nachname Buckingham, geboren auf einer Farm in Auburn/Washington, 20 Meilen von Seattle entfernt. Bereits in den frühen 50er Jahren hatte sie eine eigene Gruppe, Mitte der 50er arbeitete sie als Sessiongitarristin in Los Angeles.
1958 gründete sie ihre eigene Plattenfirma, danach wurde sie Director of Country Music für DOT und ABC-Paramount. Ihren einzigen Top-40-Erfolg in den Pophitparaden hatte Bonnie mit dem Crossover-Hit "Dark Moon" (4/57 US 6).
Sie starb am 13.1.2019

 



10. Januar 2019

Larry Cunningham - * 23.6.1951 – US-Sänger mit den >Foaters<. Die Floaters wurden bereits 13 Jahre vor ihrem einzigen Hit 1964 in Detroit von den Bürdern James Mitchell und Paul Mitchell. Hinzu kam Ralph Mitchell, mit den Büderen nicht verwandt. 1976 sahen drei Mitglieder der Detroit Emeralds die Band und waren davon so angetan, dass sie sie baten, für ihre anstehende US-Tour das Vorprogramm zu bestreiten. Sie brachten sie mit einer Plattenfirma zusammen, und nachdem der Vertrag unterzeichnet war, schrieben die drei Detroit Emeralds Titel für das Debütalbum der Formation, das sie auch produzierten. "Float On" (7/77 GB1, US 2), ein Schnitt von dieser Debüt-LP, schoss Mitte 1977 in die Hitparaden. Ein weiterer Hit ist den Floaters nie gelungen, was sie, wie sie später einmal erzählten, auf der einen Seite als Belastung empfunden haben, sie auf der anderen Seite aber auch glücklich machte, überhaupt einen gehabt zu haben. Larry Cunningham in einem Interview: 'Ohne diesen einen Hit wären wir gar nichts. Heute treten wir immer noch auf der Bühne auf, und solange unsere Show stimmt, machen wir weiter. Es gibt Hunderte von Gruppen, die würden ihr Leben dafür hergeben, könnten sie auf einen solchen Hit verweisen.' Ihr erfolgreichstes Album war "Floaters" (6/77 US-LP 10, 8/77 GB-LP 17).
Larry starb am 10.1.2019.
 


5. Januar 2019

Eric Haydock, * 3.2.1943 in Stockport/Cheshire - GB-Gründungsbassist der Hollies und bis Mitte 1966 Mitglied der Band. Er war der erste britische Musiker, der auf einem sechssaitigen Fender Bass VI spielte. In seine Zeit fallen Hits wie "(Ain't That) Just Like Me" (5/63 GB 25), "Searchin'" (8/63 GB 12), "Stay" (11/63 GB 8), "Just One Look" (2/64 GB 2), "Here I Go Again" (5/64 GB 4), "We're Through" (9/64 GB 7), "Yes I Will" (1/65 GB 9), "I'm Alive" (5/65 GB 1, 8/65 D 16), "Look Through Any Window" (9/65 GB 4, 11/65 US 32), "If I Needed Someone" (12/65 GB 20), "I Can't Let Go" (2/66 GB 2, 5/66 D 30), "Bus Stop" (6/66 GB 5, 7/66 US 5, 7/66 D 9).
Das Bild zeigt eine Werbung für die Single "I'm Alive" (v.l.n.r: Eric Haydock, Allan Clarke, Graham Nash, Tony Hicks und Bobby Elliott). Eric ist am 5.1.2019 in seinem Haus in GB gestorben.



3. Januar 2019

Steve Ripley - * 1.1.1950 - US-Gitarrist, Songschreiber. Produzent, Gitarrenbauer und Studiotechniker mit den >Tractors<, geboren als Paul Steven Ripley in Boise/Idaho. Er machte auch Soloplatten und spielte als Studiomusiker mit Bob Dylan, (Gitarre auf „Shot Of Love“), J.J. Cale (auf den Alben „Shades“, „8“ und „Roll On“) und produzierte Platten von Clarence 'Gatemouth' Brown, Roy Clark und Johnnie Lee Wills.
Steve starb am 3.1.2019 an Krebs in seinem Haus in Pawne/Oklahoma.



2. Januar 2019

Daryl Dragon - * 27.8.1942 -US-Tastenspieler und Songschreiber, geboren in Los Angeles/Kalifornien. Er ist der Sohn des bekannten US-Orchesterleiters Carmen Dragon. Daryl arbeitete erst für die Beach Boys - Mike Love war es auch, der ihm den Spitznamen Captain gab -, dann zusammen mit seiner Frau Toni Tennille als >Captain & Tennille<. Die meisten Hits jedoch schrieb nicht Daryl, sondern Toni.
Die Top-40-Hits: "Love Will Keep Us Together" (4/75 US 1, 8/75 GB 32), "The Way I Wanna Touch You" (9/75 US 4, 1/76 GB 28), "Lonely Night (Angel Face)" (1/76 US 3), "Shop Around" (5/76 US 4), "Muskrat Love" (9/76 US 4), "Can't Stop Dancin'" (3/77 US 13), "You Never Done It Like That" (8/78 US 10), "You Need A Woman Tonight" (12/78 US 40) und "Do That To Me One More Time" (10/79 US 1, 2/80 GB 7, 6/80 D 33).
Ihre erfolgreichsten Alben waren "Love Will Keep Us Together" (6/75 US-LP 2), "Song Of Joy" (3/76 US-LP 9) und "Come In From The Rain" (4/77 US-LP 18).
Das Ehepaar reichte nach 39 Ehejahren im Januar 2014 die Scheidung ein -  Daryl Dragon starb am 2.1.2019 in Prescot/Arizona an Nierenversagen.



31. Dezember 2018

Ray Sawyer - * 1.2.1937 - US-Sänger, geboren in Chicksaw/Alabama, mit der 1968 gegründeten Gruppe >Dr. Hook< und ab 1977 auch als Solist. Die Band hatte ihre erste Hitnotierung und gleich einen Millionseller mit "Sylvia's Mother" (4/72 US 5, 6/72 GB 2, 7/72 D 9). Meist trugen Ray und Dennis Locorriere, der der eigentliche Lead-Sänger der Gruppe war, witzige, ironische Texte vor, die Shel Silverstein schrieb.
Weitere Top-40-Hits waren "Carry Me, Carrie" (11/72 D 29), "The Cover Of 'Rolling Stone'" (12/72 US 6), "Only Sixteen" (1/76 US 6), "A Little Bit More" (6/76 US 11, 6/76 GB 2), "If Not You" (10/76 GB 5), "More Like The Movies" (3/78 GB 14), "Sharing The Night Together" (9/78 US 6), "When You're In Love With A Beautiful Woman" (4/79 US 6, 8/79 D 8, 9/79 GB 1), "Better Love Next Time" (10/79 US 12, 11/79 D 33, 1/80 GB 8), "Sexy Eyes" (2/80 US 5, 3/80 GB 4, 5/80 D 2), "Girls Can Get It" (11/80 US 34, 11/80 GB 40) und "Baby Makes Her Blue Jeans Talk" (2/82 US 25).
Ihre erfolgreichsten Alben waren "A Little Bit More" (6/76 GB-LP 5), "Sometimes You Win" (11/79 GB-LP 14), "Dr. Hook's Greatest Hits" (12/80 GB-LP 2) und "Completely Hooked - The Best Of Dr. Hook" (6/92 GB-LP 3).
Rays Markenzeichen ist eine Augenklappe, die er allerdings nicht zum Spaß trägt: Er verlor bei einem Autounfall sein rechtes Auge. 1985 fiel die Band auseinander. Ray versuchte sich weiter als Solist und tourte ab September 1988, ohne dass ein altes Mitglied der Originalbesetzung mit dabei war, als >Dr. Hook featuring Ray Sawyer< bis 2015 um die Welt. Anfang 1999 erschien in GB die Hitkopplung "Love Songs" (2/99 GB-LP 8). 2006 zog Ray immer noch mit seinen alten Dr. Hook-Hits durch die Welt. "Hits And History" (3/07 GB-LP 14) und "Timeless" (3/14 GB-LP 9) brachte eine weitere Hitzusammenstellung.
Krankheitsbedingt zog er sich 2015 aus dem Musikgeschäft zurück. Er starb nach kurzer Krankheit am 31.12.2018.


 

Dean Ford starb ebenfalls am 31.12.2018
- * 5.9.1945 - GB-Sänger, Gitarrist, Mundharmonikaspieler und Songschreiber. Richtiger Name Thomas McAleese, geboren in Coatbridge/Glasgow. Er wurde 1963 Mitglied bei den >Gaylords<, die sich 1961 formiert hatten und nun >Dean Ford & The Gaylords< nannten. 
Die Top-40-Hits: "Lovin' Things" (5/68 GB 6, 8/68 D 39), "Wait For Me, Marianne" (10/68 GB 30), "Ob-la-di, Ob-la-da" (12/68 GB 1, 1/69 D 2), "Baby Make It Soon" (6/69 GB 9), "Reflections Of My Life" (12/69 GB 3, 3/70 D 20, 3/70 US 10), "Rainbow" (7/70 GB 3, 10/70 D 21), "My Little One" (3/71 GB 15), "Cousin Norman" (9/71 GB 6), "Back On The Road" (11/71 GB 35), "Radancer" (4/72 GB 6, 5/72 D 31) und "Falling Apart At The Seams" (2/76 GB 9). 1975 verließ Dean die Gruppe, emigrierte in die USA und nahm eine erste Solo-LP auf, die von Alan Parsons produziert wurde. 1978 sang er als Gast auf dem Album „Pyramid“ von Alan Parsons. Ende der 70er Jahre hatte er schwere Alkoholprobleme – 1985 war er Dank der Anonymen Alkoholiker wieder trocken. Zusammen mit William Junior Campbell hatte er die z.B. Titel wie "Reflections Of My Life" und "Rainbow" geschrieben – die Tantiemen für diese Songs hielten ihn über Wasser. Dean starb am 31.12.2018.

 

 

 

30.7.2016 - Treffen 2.0

- diesmal bei eher durchwachsenem Wetter und deutlich kühler.


von links nach rechts: Dave, Heinz, Sven, Frank, Jürgen, Koko & Tom - hinten von links nach rechts: Tom, Alexander & Marc

22.8.2015 - Treffen 1.0

Wir haben es geschafft: eine Party mit all den Moderatoren und Mitarbeitern, die sich den 22.8.2015 frei machen konnten. Das Treffen war eine wahre Freude und es war erstaunlich, wie viele bei strahlendem Wetter nach Laufeld aus Hamburg, München, Köln, Baden-Baden usw. kamen.

 

Unten v.r.n.l.: Koko, Tom K., Dave, Walter, Hans, Heinz K., Heinz C., Jürgen, Marc, Boris, Frank.
stehend v.r.n.l.: Michael, Alexander und Tom G. Schon um 2.30 Uhr war die Party beendet!

15. November 2014 - Schöne NEWS über >PopStop – Das Musikradio<

Wir sind alle hoch erfreut, dass uns die EBU (Die Europäische Rundfunkunion - englisch European Broadcasting Union) zur Kenntnis genommen hat. Ich würde mal vermuten, dass das nicht bei so vielen Internetradios der Fall ist. In einem Interview erkläre ich noch einmal die PopStop-Intentionen – und die wurden während einer kürzlich stattgefunden Tagung den Delegierten vorgespielt.
Vielfalt statt Einfalt – wir sind auf dem richtigen Weg! Dank an die EBU, an die Radio-Aficionados - an die, die dieses wunderbare Programm und sein Umfeld gestalten - an die, die aus reinem Spaß an einem guten Radio ihre Zeit für schöne und ideenreiche Programme opfern – und an die, die es hören. Ohne die Hörer wär' alles nix! Danke!

Hier das Videoder EBU!

 

 

 

 

 

Quelle: EURORADIO/EBU

 

 

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